In München fielen keine Tore

Bayerns Siegesserie beendet – 0:0 im Heimspiel gegen Hertha

Samstag, 24. Februar 2018 | 21:44 Uhr

Deutschlands Fußball-Rekordmeister Bayern München hat erstmals im Kalenderjahr 2018 nicht gewonnen. ÖFB-Star David Alaba und seine Teamkollegen mussten sich am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen Hertha BSC mit einem torlosen Remis begnügen. Der Vorsprung des Titelverteidigers auf den ersten Verfolger Dortmund beträgt aber vor dessen Sonntagsheimspiel gegen Augsburg trotzdem stolze 20 Punkte.

Eintracht Frankfurt blieb aufgrund einer 0:1-Niederlage in Stuttgart vorerst einen Zähler hinter Salzburgs Europa-League-Achtelfinalgegner Tabellendritter. Mönchengladbach fand indes mit einem 1:0 bei Hannover nach zuvor vier Niederlagen en suite und 431 torlosen Minuten wieder auf die Siegerstraße zurück. Hoffenheim und Freiburg trennten sich 1:1.

Die seit Ende November ungeschlagen Bayern verpassten den 15. Pflichtspielsieg en suite, der Vereinsrekord bedeutet hätte. Alaba sorgte in der 50. Minute mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze für Gefahr, doch der norwegische Hertha-Schlussmann Rune Jarstein war auf dem Posten. Auch sonst war der Abwehrriegel der Gäste aus Berlin, bei denen Valentino Lazaro durchspielte, nicht zu knacken.

Am Abend besiegte Werder Bremen im 108. Nordderby den Hamburger SV mit 1:0 (0:0). Rick van Drongelen entschied die Partie per Eigentor (86.). Bremens Kapitän Zlatko Junuzovic war zwei Minuten zuvor ausgewechselt worden. Werder verbesserte sich mit dem sechsten Meisterschaftssieg auf Platz 14 und liegt nun schon bereits neun Zähler vor dem HSV.

Dem Vorletzten aus Hamburg droht damit Historisches, ist er doch als bisher einziger Verein noch nie aus der Bundesliga abgestiegen. Doch nun fehlen schon sieben Zähler auf den von Mainz gehaltenen Relegationsrang. Es könnte also bald heißen: Hamburg-Derby gegen St. Pauli in der 2. Bundesliga anstelle Nordderby in der höchsten Spielklasse.

Die insgesamt schwache Partie musste zweimal unterbrochen werden, weil HSV-Anhänger Feuerwerkskörper gezündet hatten. Auf dem Rasen passierte dagegen lange Zeit rein gar nichts. Die Bremer agierten vor heimischer Kulisse erstaunlich passiv, konnten sich gegen die dicht gestaffelte Hamburger Defensive kaum in Szene setzen.

Hochkarätige Chancen waren deshalb Mangelware. Erst als bei einem Stanglpass van Drongelen und der für ÖFB-Teamspieler Florian Kainz in der 73. Minute eingewechselte Ishak Beldodil im Strafraum gemeinsam zum Ball gingen und der niederländische HSV-Verteidiger den Ball ins Tor lenkte, durfte Bremen jubeln.

Von: apa