Sekt für Gianni Meersman!

Belgier Meersman Sprintsieger der 5. Vuelta-Etappe

Mittwoch, 24. August 2016 | 23:49 Uhr

Der Belgier Gianni Meersman hat am Mittwoch nach 171,3 km in Lugo im Massensprint die fünfte Etappe der Spanien-Radrundfahrt gewonnen. Der 30-Jährige vom Team Etixx-Quickstep, der bereits die zweite Etappe für sich entschieden hatte, setzte sich vor dem Italiener Fabio Felline sowie dem Franzosen Kevin Reza durch. Das Finale wurde geprägt von mehreren, schweren Stürzen.

Die Stürze hatten aber keine Auswirkungen für die Gesamtwertung, da diese innerhalb der letzten drei Kilometer passierten. Dem Kolumbianer Darwin Atapuma ist es damit als erstem Fahrer der diesjährigen Vuelta gelungen, das rote Leadertrikot erfolgreich zu verteidigen. “Ich hoffe, dass es allen Gestürzten gut geht”, sagte Atapuma nach der Etappe.

Der Niederländer Steven Kruijswijk zog sich bei seinem schweren Sturz allerdings einen Schlüsselbeinbruch zu. Der 29-Jährige vom Team LottoNL-Jumbo hatte bereits im Frühling beim Giro d’Italia zwei Tage vor Schluss durch einen Sturz sein Leadertrikot verloren und letztlich nur Platz vier belegt. Für Kruijswijk endete die 71. Ausgabe der Vuelta damit vorzeitig.

Bester Österreicher war am Mittwoch Riccardo Zoidl, der als 90. über die Ziellinie rollte. Als 46. blieb er bester ÖRV-Profi in der Gesamtwertung. Gregor Mühlberger wurde 118., Michael Gogl belegte den 192. und letzten Platz. Die sechste Etappe der 71. Spanien-Rundfahrt führt am Donnerstag über 163,2 km von Monforte de Lemos nach Luintra Ribeira Sacra.

Zoidl war zwar bester Österreicher, erlebte aber einen Tag zum Vergessen. Nach etwa 60 Kilometern übersah der Oberösterreicher eine Temposchwelle und kam schwer zu Sturz. Dabei zog es ihm das Vorderrad weg, in der Folge rutschte Zoidl mit voller Wucht in ein geparktes Auto.

Danach schien alles ewig zu dauern. Erst konnte Zoidl nicht auftreten und vermutete das Schlimmste. Zudem musste die völlig demolierte Rennmaschine getauscht werden. Der Eferdinger setzte das Rennen neben dem Tourarzt fort, wurde minutenlang behandelt und konnte die Etappe noch beenden.

Die ersten Untersuchungen am Mittwochabend ergaben starke Zerrungen im Bereich des Sprunggelenkes und im Knie. Brüche konnten bereits ausgeschlossen werden. Ob die Schmerzen von der Muskulatur oder den Bändern ausgehen, steht bis dato noch nicht fest.

“Derzeit kann ich kaum auftreten, dennoch möchte ich morgen wieder am Start stehen. Ich muss nun von Tag zu Tag schauen und hoffe, dass bald Besserung eintritt”, lautete der niedergeschlagene Kommentar von Zoidl.

Von: APA/ag.

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