Landertinger zählte nicht zu den Favoriten

Gold an Bö – Südtiroler enttäuschen

Donnerstag, 15. Februar 2018 | 14:01 Uhr

Dominik Landertinger hat am Donnerstag Österreichs erste Biathlon-Medaille bei den Olympischen Winterspiele in Pyeongchang geholt. Der 29-jährige Tiroler gewann im Einzelbewerb über 20 km dank einer fehlerfreien Schießleistung Bronze. Gold ging trotz zweier Strafminuten an den Norweger Johannes Thingnes Bö, Silber an den fehlerfreien Slowenen Jakov Fak.

Auf den Sieger fehlten Landertinger nur 14,2 Sekunden. Dabei hatte der Ex-Weltmeister nach einer Bandscheibenoperation im September, die ihn in der Vorbereitung zurückgeworfen hatte, alles andere als zu den Favoriten gezählt. Für Landertinger ist es die vierte Olympia-Medaille seiner Karriere, die zweite in einem Einzelrennen nach Silber im Sprint 2014 in Sotschi. Seinen WM-Titel im Massenstart hatte er 2009 ebenfalls in Pyeongchang gewonnen.

Der achtfache Weltcup-Saisonsieger Bö holte sein erstes Olympia-Gold. Weltcup-Leader Martin Fourcade patzte in Führung liegend bei den letzten beiden Schüssen und lag am Ende 42,4 Sekunden hinter seinem norwegischen Rivalen. Die Salzburger Simon Eder und Julian Eberhard landeten nach zwei bzw. drei Fehlern nicht in den Top Ten.

Südtirols Skijäger boten im Einzelbewerb über 20 Kilometer eine enttäuschende Vorstellung, berichtet sportnews.bz. Für Sprint-Bronzemedaillen-Gewinner Dominik Windisch war das Rennen nach zwei Fehlern beim ersten Liegendanschlag so gut wie vorbei. Bis zum Schluss waren es sogar fünf Fehlschüsse. Letztendlich belegte er den 50. Platz.

Ähnlich erging es dem Montaler Lukas Hofer, der am Schießstand ebenfalls Nerven zeigte und wie Windisch fünf Mal daneben zielte. Er reihte sich als 63. Klassement ein. Die beiden weiteren „Azzurri“ Thomas Bormolini und Giuseppe Montello belegten die Ränge 40 und 57.

Von: apa