Ob BMW nach dem Audi-Ausstieg in der DTM bleibt, ist noch offen

BMW will sich nicht auf Zukunft in der DTM festlegen

Montag, 04. Mai 2020 | 11:20 Uhr

BMW hat nach dem Ausstieg von Audi ein Bekenntnis zur eigenen Zukunft in der DTM vermieden. Man müsse abwarten und sich neue Konzepte überlegen, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Der 59-Jährige kündigte jedenfalls eine Nachdenkpause an, schließt aber auch eine längere Unterbrechung des kompletten Deutschen Tourenwagen Masters nicht aus.

“Wir müssen abwarten, was sich wie entwickelt, da ist sehr viel im Fluss. Kurzfristig hat der bisherige Ansatz der DTM ein Problem, und wir müssen vielleicht querdenken. Es wird sicher erst mal eine Nachdenkpause und vielleicht eine Unterbrechung geben – aber die DTM hat in ihrer Geschichte ja schon einmal ausgesetzt und ist zurückgekommen”, sagte Fröhlich der “Süddeutschen Zeitung” im Interview (Montag). Er glaubt aber, “dass die Serie nach wie vor einen hohen Reiz und eine Zukunftsperspektive hat”.

Nach der überraschenden Ausstiegsankündigung von Audi zum Jahresende bleibt als Hersteller für 2021 derzeit nur BMW. Damit droht der derzeit wegen der Corona-Krise ohnehin pausierenden DTM das Aus. “Wir haben eine neue Sachlage, mit deren Bewertung wir nach so kurzer Zeit nicht fertig sind. Klar ist: Unsere Motorsportstrategie folgt der Unternehmensstrategie”, meinte Fröhlich. BMW suche stets Formate, “die zu unserer Produktstrategie passen und sowohl verbrenner- als auch elektroorientiert sind”.

Fröhlich sieht nun sich und DTM-Boss Gerhard Berger in der Pflicht. “Jetzt sind wir aber in der Situation, dass BMW in der DTM nicht alleine gegen sich selbst fahren kann. Gerhard Berger und ich müssen überlegen, wie es weitergeht. Wir haben sprichwörtlich keine Chance, jetzt schauen wir mal, ob wir sie nutzen können”, sagte Fröhlich.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "BMW will sich nicht auf Zukunft in der DTM festlegen"


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Dublin
Dublin
Kinig
26 Tage 8 h

…verständlich, dass BMW keine Lust hat, gegen sich alleine zu fahren…
😓

brunner
brunner
Superredner
26 Tage 8 h

Welch jämmerliche Autokonzerne….Audi von der DTM ausgestiegen…BMW überlegt….über Jahrzehnte Milliarden an Einnahmen fuer Aktionäre gescheffelt und jetzt, während einer drei Monate dauernden Krise, den Kopf in den Sand stecken….na Bravo!

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
26 Tage 7 h

Da ist Corona nur eine billige Ausrede der Konzerne. Die denken doch, so merken es die wenigsten, dass die Zeit abgelaufen ist. Jahrzehnte wurde da Geld für das Ego der obersten Chefs und der Premiumkunden verpulvert. Als es noch Deutsche Tourenwagen Meisterschaft hieß, waren mehr oder weniger oft alle !! großen und bekannten Automobilhersteller dabei. Nach dem Ausstieg von Mercedes war klar, dass das nicht mehr lange funktioniert. Ein Marketinginstrument, das ausgedient hat

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
26 Tage 5 h

Ich weiß, wovon ich rede. War 3 x zu Rennwochenenden !! von Mercedes eingeladen. Man kann sich gar nicht vorstellen, was da Geld verbraten wird. Vorallem und im besonderen in den sogenannten Hospitalities, Paddocks und der Unterbringung in Luxushotels.

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