Bolt in seiner berühmter Siegerpose

“Boltastisch”: Irrsinnige Aufholjagd endet mit Olympiasieg

Montag, 15. August 2016 | 08:07 Uhr

Supersprinter Usain Bolt ist und bleibt der Beste. Jahr um Jahr, Großereignis um Großereignis wehrt der Jamaikaner jeden Angriff auf seine Vormachtstellung ab. Am Sonntagabend gewann der 29-Jährige bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die 100 Meter in 9,81 Sekunden und warf anschließend Kusshändchen über Kusshändchen in die kreischende Menge auf den Rängen.

Bolt legte den Grundstein für sein drittes Gold-Triple bei Sommerspielen, wie 2008 in Peking und 2012 in London sollen Erfolge über 200 m und mit der Sprintstaffel folgen. Zum Sieg lief der im Vorfeld der Sommerspiele an Blessuren laborierende Bolt in persönlicher Saisonbestleistung vor seinem seit Jahren schärfsten Rivalen Justin Gatlin (9,89), der als ehemaliger Dopingsünder von den Zuschauern aber laut ausgebuht wurde, und dem Kanadier Andre de Grasse (9,91).

Als Erster der Geschichte gewann Bolt damit drei Olympia-Goldmedaillen über 100 m. Gatlin stellte aber auch einen Rekord auf, mit 34 Jahren und 186 Tagen ist er der älteste Medaillengewinner über diese Strecke. Bolt indes darf sich mit 29 Jahren und 359 Tagen nach dem Briten Linford Christie (32 Jahre und 121 Tage/1992 in Barcelona) zweitältester Olympiasieger über die 100 Meter nennen.

Das Programm war mit nur drei Entscheidungen dermaßen ausgedünnt am Sonntagabend im Olympiastadion, als ob nichts Platz hätte auf der großen Bühne der Leichtathletik als Usain Bolt. Doch da hatte man die Rechnung ohne den Südafrikaner Wayde van Niekerk gemacht, der über 400 Meter zu neuer Weltrekordzeit lief und im sehr gut besuchten Oval mehr als nur ein Stimmungsanheizer war.

“Ich habe daran geglaubt, dass ich den Weltrekord holen kann. Ich habe von dieser Medaille schon immer geträumt”, sagte Van Niekerk. Der Weltmeister verbesserte die seit den Weltmeisterschaften 1999 in Sevilla von US-Superstar Michael Johnson gehaltene Bestmarke von 43,18 deutlich auf 43,03. Silber gewann James Kirani aus Grenada in 43,76, Bronze der US-Amerikaner LaShawn Merritt in 43,85 Sekunden. Es war ein superschnelles Finale, sieben blieben unter 44,50.

Es war der zweite Weltrekord bei den Leichtathletikbewerben in Rio nach jenem der Äthiopierin Almaz Ayana, die am Freitag über 10.000 m in 29:17,45 Minuten zugeschlagen hatte. 23 Jahre alt war die Bestmarke der Chinesin Wang Junxia geworden (29:31,78/8. September 1993 in Peking), ehe sie von Ayana zertrümmert wurde.

Den Dreisprung holte sich die Kolumbianerin Caterine Ibarguen mit 15,17 Metern vor Yulimar Rojas aus Venezuela (14,98) und Olga Rypakowa aus Kasachstan (14,74).

Von: apa

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