Usain Bolt macht gute Stimmung

Bolt unterstützt Anti-Doping-Kampf: “Auf einem guten Weg”

Dienstag, 09. August 2016 | 10:37 Uhr

Sprint-Superstar Usain Bolt sieht die Leichtathletik in Sachen Dopingbekämpfung auf einem guten Weg. “Ich denke, wir gehen in die richtige Richtung. Die Leute sollten Vertrauen haben”, sagte der Jamaikaner am Montag auf einer mit viel Pomp inszenierten Pressekonferenz in Rio de Janeiro. Die Maßnahmen im Vorfeld der Spiele beurteilte er als positiv. “Wir sortieren die Schlechten aus”, meinte Bolt.

Er unterstütze die Entscheidung, das russische Team aufgrund von organisierten Dopings von den Leichtathletik-Wettkämpfen in Rio auszuschließen. “Sie wollten den Leuten wirklich zeigen, dass das passiert, wenn du betrügst”, sagte Bolt, der am Schlusstag der Olympischen Spiele seinen 30. Geburtstag feiert. “Wenn so ein Statement dem Sport hilft, dann werde ich das unterstützen.”

In ein paar Jahren sollte der Sport sauber sein, sagte Bolt, schränkte aber zugleich ein, dass ihn das Thema nicht sonderlich beschäftige. “Das ist für die WADA, die IAAF und das IOC. Ich gehe raus, beeindrucke die Menge und unterhalte die Leute”, meinte er. Die Aussage fügte sich gut in die Szenerie der Pressekonferenz ein, die er und seine Teamkollegen inmitten einer Gruppe Tänzerinnen mit einem Samba-Tänzchen ausklingen ließen.

Für die Gold-Jagd bei den Spielen sieht sich der Jamaikaner gut gerüstet. Der sechsmalige Olympiasieger und elffache Weltmeister strebt in Brasilien ein “triple-triple” an. Er peilt zum dritten Mal Olympisches Gold über 100 m, 200 m und in der Staffel an.

Mit einem Sieg beim Diamond-League-Meeting in London hatte sich Bolt vor zweieinhalb Wochen über seine Lieblingsstrecke 200 m in 19,89 Sekunden zurückgemeldet. “Das war keine perfekte Saison. Jetzt bin ich aber in guter Form. Ich habe gut trainiert, mein Trainer ist happy”, beteuerte er.

In Rio möchte Bolt deutlich schneller sein und am liebsten seinen Weltrekord verbessern. “Ich will ihn wirklich, wirklich gern unterbieten”, erklärte der Jamaikaner. Seine Bestmarke steht seit sieben Jahren bei 19,19 Sekunden. Im Vorjahr hatte er in Peking im 200-m-Finale und auch über 100 m Justin Gatlin auf Distanz gehalten. Der US-Amerikaner war seit 2001 mehrfach der Einnahme von Dopingsubstanzen überführt und deswegen gesperrt worden.

Von: APA/dpa

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