Rund 2.000 km hat der Rad-Tross beim Giro noch vor sich

Bora-“Edelhelfer” Großschartner erhält viel Lob

Montag, 14. Mai 2018 | 12:33 Uhr

Rund 2.000 km hat der Rad-Tross beim 101. Giro d’Italia noch vor sich. Nach neun Etappen und 1.510,7 km war es am Montag Zeit für den zweiten Ruhetag in der dreiwöchigen Rundfahrt. Während die australische Mannschaft Mitchelton mit Simon Yates (GBR) und dem Kolumbianer Johan Esteban Chaves in der Gesamtwertung auf den ersten beiden Plätzen liegen, hofft man im Bora-Team am Ende auf die Top Ten.

Und die Ausgangslage für das deutsche Team ist durchaus gut. Patrick Konrad liegt als Gesamt-12. nur neun Sekunden hinter Rang zehn bzw. 2:34 Minuten hinter dem Leader und auch Davide Formolo (24./+5:49) hat es noch in den Beinen, unter die ersten Zehn zu kommen. “Wir sind wirklich happy. Ziel war es, einen Mann unter die Top Ten der Gesamtwertung zu bringen. Das kann noch bei Konrad und Formolo klappen. Dazu haben ein Etappensieg und drei Podestplätze den Druck vom gesamten Team genommen”, erklärte der Österreicher Christian Pömer, einer von drei Sportlichen Leitern bei Bora.

Den Ruhetag am Montag verbrachten die Profis des Bora-Teams im Grand Hotel Montesilvano mit Relaxen und Massagen sowie der Behandlung kleinerer Wehwehchen. “Edelhelfer” Felix Großschartner zog da eine Zwischenbilanz. “Auch wenn es mit Platz 56 in der Gesamtwertung nicht so aussieht, ich bin richtig gut in Form. Meine Aufgabe im Team ist es, Formolo und Konrad zu unterstützen und wo immer es geht, Körner einzusparen”, schilderte Großschartner sein Aufgabengebiet. In dieser Funktion sind Platzierungen und Zeitrückstande für ihn uninteressant. “Ob ich jetzt 30. oder 70. auf einer Etappe werde, kratzt keinen”, erzählte der 24-Jährige Oberösterreicher.

Diese Einstellung und auch die bisherige Arbeit gefällt sowohl seinen Teamkollegen als auch Pömer. “Felix zeigte sich bisher als Edelhelfer enorm vielseitig. Ob im Anfahren beim Sprint, im Kampf gegen den Wind oder am Berg – er hat bisher alle taktischen Aufgaben perfekt umgesetzt.” Die zehnte Etappe am Dienstag ist gleichzeitig die längste des Giro: Sie führt über 239 km von Penne nach Gualdo Tadino.

Von: apa