LeBron James überzeugte diesmal nicht

Boston demütigte Cleveland mit 108:83-Heimsieg

Montag, 14. Mai 2018 | 06:47 Uhr

Die Boston Celtics haben am Sonntag im ersten Eastern-Conference-Finalspiel der National Basketball Association (NBA) einen klaren 108:83-Heimsieg über die Cleveland Cavaliers gefeiert. Damit gewann der Rekordmeister auch seine achte Play-off-Partie vor eigenem Publikum. Das zweite Match der “best of seven”-Serie findet in der Nacht auf Mittwoch (ab 2.30 Uhr MESZ/live DAZN) erneut in Boston statt.

Das Auftaktspiel war eigentlich schon zur Halbzeit entschieden, denn die Celtics gingen mit einer komfortablen 61:35-Führung in die Pause. Bei Cleveland fiel der Dreier in den ersten 27 Minuten überhaupt nicht (0/14, am Ende nur 4/26), dazu agierten die Gäste auch in der Defensive katastrophal. Boston hatte deshalb leichtes Spiel und lag zwischenzeitlich mit bis zu 29 Punkten (101:72/43.) voran.

Cavaliers-Superstar LeBron James, der beim 4:0-Sweep über die Toronto Raptors (mit Österreichs NBA-Pionier Jakob Pöltl) in der zweiten Runde noch in absoluter Hochform agiert hatte, kam nur auf 15 Punkte. Sein Plus/Minus-Rating – dabei werden die erzielten Punkte des Teams mit jenen des Gegners gegengerechnet für die Zeit, die ein Spieler im Einsatz war – lag am Ende bei erschreckenden minus 32, der mit Abstand schlechteste Wert seines Teams. Dazu unterliefen “King James” auch sieben Ballverluste (Turnovers).

Bei Boston überzeugten in Abwesenheit der rekonvaleszenten Topspieler Kyrie Irving (nach Knieoperation) und Gordon Hayward (nach Schienbein- und Knöchelbruch) einmal mehr Jaylen Brown (23 Punkte/8 Rebounds), Marcus Morris (21/10) und Routinier Al Horford, der acht seiner zehn Würfe aus dem Feld verwertete und auf 20 Punkte kam. “Wir waren heute großartig, haben von Beginn weg mit viel Energie gespielt. Dazu war unser Publikum fantastisch”, lautete der erste Kommentar von Horford nach dem Blowout-Sieg.

Der 31-Jährige lobte besonders die Leistung von Morris. Der 2,06 Meter große Forward zeigte an beiden Enden des Courts ein tolles Match, da er in der Verteidigung meist der direkte Gegenspieler von James war und diesen weitgehend “entschärfte”. Die Serie von Celtics-Rookie Jayson Tatum, der zuletzt sieben Mal en suite zumindest 20 Punkte erzielt hatte, riss zwar mit 16 Zählern, doch der 20-Jährige verbuchte mit plus 27 vor Morris (25) das beste Rating aller Spieler.

Den zweiten Endspiel-Teilnehmer ermitteln im großen West-Schlager Grunddurchgangssieger Houston Rockets und die in Oakland beheimateten Golden State Warriors, die nach 2015 und 2017 ihren dritten NBA-Titel in vier Jahren anpeilen. Das erste Match steigt in der Nacht auf Dienstag (ab 3.00 Uhr MESZ/live DAZN) in Houston.

Von: apa