Halbfinale der Männer

Boulder-Weltcup in Brixen: Flohé und McArthur sind Top

Samstag, 11. Juni 2022 | 13:18 Uhr

Brixen – 101 Athleten aus 34 Nationen standen bei der Qualifikation beim Boulder-Weltcup im Kletterzentrum Vertikale in Brixen am Start. Der Deutsche Yannick Flohé und der Brite Hamish McArthur zeigen ihre besten Boulder-Künste und führen jeweils als Gruppenerste die Qualifikation an. Die Stimmung war sensationell, die Tribüne in Brixen gut gefüllt, der Jubel groß.

Besonders den einzigen Südtiroler im Teilnehmerfeld, Michael Piccolruaz, feuerte das Publikum an. Zwei Qualifikationsrunden standen auf dem Programm: Die Japaner zeigten ihr Können auf und wollten damit ihre bisherige Überlegenheit bestätigen. Kokoro Fujii und auch sein Landsmann Yoshiyuki Ogata waren kurz davor als Gruppenführende ihren Erfolg zu feiern, bis ihnen der Deutsche Yannick Flohé und der Brite Hamish McArthur einen Strich durch die Rechnung machten. Flohé schaffte alle fünf Tops und kletterte das erste Boulder-„Problem“ mit nur einem einzigen Versuch, während der Japaner beim selben „Problem“ hingegen acht Versuche benötigte. In der zweiten Gruppe war es ein Jury-Entscheid, der kurz vor Ende der Qualifikation, den Japaner Yoshiyuki Ogata auf Rang Zwei zurückdrängte. Der Brite McArthur setzte sich somit an die Spitze seiner Gruppe.

„Es war ein sehr harter Wettbewerb”, sagte Flohé. „Jede Route hatte seine eigene Schwierigkeit. Ich habe alle fünf Tops geschafft – war schnell und bin somit sehr zufrieden. Heute gab es einen großen Unterschied zu anderen Wettkämpfen: Normalerweise beginnen wir mit einem sehr technischen ersten Boulder, diesmal war es ein sogenannter ‚steiler‘ Boulder. Ich habe es geschafft, ihn zu knacken. Beim Bouldern ist es wichtig gut anzufangen, danach muss man den Flow beibehalten. Im Halbfinale wird es wieder um alles gehen, hoffentlich kann ich anknüpfen und ins Finale einziehen, das würde mich sehr freuen.“

Auch der Österreicher Jakob Schubert kann mit seiner Leistung zufrieden sein. Er schaffte vier Tops souverän, hatte lediglich beim fünften einige Probleme. Er beendete, ebenso wie der Koreaner Dohyun Lee, die Qualifikation als Dritter.

Lautstarke Unterstützung vom Publikum gab es für den Grödner Michael Piccolruaz. Er legte einen fulminanten Start hin, indem er gleich beim ersten Versuch das Top erreichte. Dann verpasste er allerdings den Ansatz bei der zweiten Route, schaffte bei der dritten aber wiederum ein Top. Danach gab es viele Versuche und nur noch „Zonen”, aber keine Tops mehr. Somit rutschte der Grödner aus den besten 20, die das Halbfinale erreichen. Er beendete den Wettkampf auf Platz 38. „Leider lief es nicht so, wie ich wollte. Ich bin beim ersten Boulder sehr gut gestartet. Beim zweiten Boulder hatte ich Schwierigkeiten, vermutlich hat sich von da an mein Wettkampf verändert. Die dritte Boulder war wiederum sehr einfach, der vierte sehr physisch und nicht mein Stil. Auch den fünften Boulder hätte ich schaffen müssen. Es ist sehr schade, ich wollte vor heimischem Publikum das Halbfinale klettern.”

Die anderen Italiener kämpften wie Löwen, aber die Konkurrenz war zu groß: Michele Bono belegte Platz 47, Marcello Bombardi Platz 51 und Pietro Vidi Platz 65. An Samstagvormittag ging es mit dem Halbfinale und Finale der Damen weiter, am Sonntag folgen das Halbfinale und Finale der Männer.

Von: mk

Bezirk: Pustertal

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