Eine Klasse für sich

Brignone holt Sieg beim St.-Anton-Super-G

Samstag, 14. Januar 2023 | 12:15 Uhr

Im ersten von zwei Super-G an diesem Ski-Weltcup-Wochenende in St. Anton ist Federica Brignone eine Klasse für sich gewesen. Die Italienerin, Gesamtweltcup-Siegerin der Saison 2019/20, gewann am Samstag das verkürzte Rennen mit 0,54 Sekunden Vorsprung auf die Schweizerin Joana Hählen. Deren Landsfrau Lara Gut-Behrami (+0,66) machte das Podium komplett.

Die Grödner Schwestern Nicole und Nadia Delago hatten Pech. Nicole schied nach guter Fahrt im oberen Streckenteil aus. Auch Nadia Delago kam nicht ins Ziel. Karoline Pichler aus Petersberg fuhr hingegen auf Platz 18.

Beste Österreicherin wurde Tamara Tippler (+0,89) als Fünfte. Für die Steirerin war es mit Abstand das beste Saisonergebnis.

Für Brignone war es der 21. Weltcupsieg ihrer Karriere, der sechste in Österreich. In den vier Riesentorläufen davor am Semmering und in Kranjska Gora war sie viermal Top Fünf, der Formanstieg Richtung Weltmeisterschaften passt. “Ich bin zufrieden und stolz, was ich heute gemacht habe”, sagte Brignone, die sich ihr Selbstvertrauen auf den Speed-Skiern über die starken Leistungen im Riesentorlauf geholt hatte. “Nun weiß ich wieder, was ich tun muss. Ich kann jede einzeln Kurve pushen, vom Eisfall bis ins Ziel. Ich hatte keine Angst vor der Strecke oder den Kurven.”

Cornelia Hütter (+1,07) und Mirjam Puchner (+1,32) unterliefen in einem tückisch gesetzten Kurs kleinere Fehler. Hütter lag nach 38 Gestarteten auf dem neunten Platz, Puchner war Elfte. Stephanie Venier (+1,72), Nicole Schmidhofer (+1,78), Ramona Siebenhofer (+2,03), Nadine Fest (+2,60) und Christina Ager (+2,89) lagen weiter zurück.

Nina Ortlieb fuhr an einem Tor vorbei. Einen Ausfall verzeichnete auch Sofia Goggia: Die Italienerin verlor die Kontrolle über ihre Ski und kam zu Sturz, gab aber sofort Entwarnung. Das Rennen begann für die Läuferinnen beim Super-G-Reservestart, da weiter oben noch zu viel Schnee auf der Piste lag.

“Man muss das Ergebnis schon einmal annehmen. Natürlich wäre ein Podest schön gewesen, das war auch ein Ziel. Ich habe gewusst, ich bin besser drauf, wir haben gut trainiert. Ich habe mir ein gutes Selbstvertrauen holen können im Training”, sagte Tippler in einer ersten Reaktion. Bei ihren bisherigen Einsätzen in dieser Saison war sie nicht über einen 13. Platz in der zweiten St.-Moritz-Abfahrt hinausgekommen. “Deswegen ein Schritt in die richtige Richtung. Morgen gibt es die nächste Chance.”

Hütter hatte mit Startnummer eins ihre Schwierigkeiten. “Ich habe mich oben einmal nicht eingefädelt, dann bist ein bissel hinten nach”, erklärte die Steirerin. “Super-G ist schwierig, und dass der Zielhang da schwierig ist, wissen wir alle. Kein fehlerfreier Lauf, aber es ist eine Okay-Leistung gewesen, glaube ich.” Puchner sagte: “Oben war es okay, unten nicht. Das müssen wir morgen besser machen.” Am Sonntag findet ein weiterer Super-G auf der Piste “Karl Schranz” statt.

Von: apa

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2 Kommentare auf "Brignone holt Sieg beim St.-Anton-Super-G"


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Pasta Madre
Pasta Madre
Tratscher
22 Tage 3 h

Ravo Federica⛷⛷👍

brunecka
brunecka
Superredner
21 Tage 23 h

forza azzurri🇮🇹🇮🇹🇮🇹🇮🇹🇮🇹

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