Gedenken an jungen, sympathischen Fußballer

Britischer Pilot hätte Sala nicht fliegen dürfen – “Times”

Freitag, 25. Januar 2019 | 12:14 Uhr

Der Pilot, der den argentinischen Fußballer Emiliano Sala aus Frankreich nach Cardiff bringen sollte und offenbar mit ihm abstürzte, durfte laut einem Zeitungsbericht keine zahlenden Passagiere befördern. Der 59-Jährige Brite habe lediglich einen Pilotenschein für private Flüge gehabt, berichtete “The Times” am Freitag unter Berufung auf das Register der britischen Luftfahrtbehörde FAA.

Um Passagiere gegen Bezahlung mitzunehmen, hätte der Brite demnach zusätzliche Flugstunden vorweisen und ein spezielles Training absolvieren müssen, hieß es in dem Bericht weiter. Die FAA war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Der Pilot war mit Sala am Montagabend über den Ärmelkanal geflogen, als seine Maschine vom Radar verschwand. Am Donnerstagabend wurde die Suche nach den beiden Männern eingestellt. Die Überlebenschancen seien “äußerst gering”, daher sei der Einsatz beendet worden, teilte die Polizei auf der britischen Insel Guernsey mit. Salas Vater Horacio und seine Schwester Romina appellierten an die Einsatzkräfte, die Suche fortzusetzen.

Sala hatte am Samstag einen Vertrag zum Wechsel vom französischen Club FC Nantes nach Cardiff unterzeichnet. Die Ablösesumme für den 28-jährigen Stürmer soll 17 Millionen Euro betragen haben. Am Montag hatte er im Trainingszentrum von Nantes seine Sachen abgeholt, bevor er sich mit einer Propellermaschine vom Typ Piper PA-46 Malibu auf den Weg nach Großbritannien machte.

Von: APA/ag.

Kommentare

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4 Kommentare auf "Britischer Pilot hätte Sala nicht fliegen dürfen – “Times”"


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Mikeman
Mikeman
Kinig
29 Tage 7 h

Bei bereits mittlelstarker Vereisung bleiben die kleinen Kisten nicht mehr der Luft , entweder man hat ordentliches Gerät ansonsten fliegt man bei schönem Wetter sei es privat oder kommerziell, hat mit der Sache also schon gar nichts zu tun.

Chrissy
Chrissy
Grünschnabel
29 Tage 4 h

Die Malibu verfügt über eine Pneumatikenteisung sowie einer Pitotheizung, ob diese auch eingeschaltet waren ist dann ein anderes Thema, ob der Flug ohne IFR Berechtigung in IMC geflogen wurde, das ist auch eine gute Frage. Vielleicht ist der Absturzgrund auch ganz ein anderer. Aber wie du schreibst, ob PPL oder CPL das macht keinen Unterschied. Lassen wir uns überraschen.

m69
m69
Kinig
29 Tage 7 h

R.I.P. 

Mikeman
Mikeman
Kinig
29 Tage 4 h

@ Chrissy
Hab die Pa46,Malibu turbo nicht Turbine Ausführung  über 1500 Stunden selbst geflogen ,VFR,IFR vom Start bis Landung real IFR conditions geflogen, musste wegen Vereisung sowohl an Tragfläche als auch Propeller (Vibrationen ) mehrere Male sofort umkehren oder Flugroute ändern um sicherheitshalber auf geringere Flughöhe absinken zu können.Grund war nicht ein Mangel an der Enteisung sondern das ganze deicing Spielzeugsystem selbst.Das selbe Problem haben auch größere Turboprops welche siehe da sogar für
operations in known icing conditions zugelassen wurden

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