Eder holte im Slalom siebente ÖPC-Medaille

Bronze für Eder zum Abschluss der Paralympics

Sonntag, 18. März 2018 | 11:30 Uhr

Am Schlusstag der Paralympics in Pyeongchang hat es mit einer weiteren Medaille für das ÖPC-Team geklappt. Die Vorarlberger Skiläuferin Heike Eder sicherte sich am Sonntag im Slalom der sitzenden Klasse Rang drei hinter Anna-Lena Forster (GER) und Momoka Muraoka (JPN). Es war das siebente Edelmetall für das österreichische Team, das die Winterspiele mit zweimal Silber und fünfmal Bronze abschloss.

Die zweifache Medaillengewinnerin Claudia Lösch schied als Halbzeitdritte im zweiten Durchgang ihrer vierten Paralympics aus. Snowboarder Patrick Mayrhofer trug bei der Schlussfeier die rot-weiß-rote Fahne.

Eder sorgte mit ihrem Erfolg für eine Überraschung. Denn im Weltcup hatte es die 29-jährige Monoskifahrerin zuvor nicht auf das Podest geschafft. “Ich freue mich ganz brutal! Die Medaille war nicht unbedingt zu erwarten, ich hatte sicher auch etwas Glück auf meiner Seite. Aber ich habe immer dafür gekämpft und an meine Chance geglaubt”, erklärte Eder. Sie überholte im Finale die mehrfache deutsche Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber und profitierte vom Ausfall ihrer Teamkollegin Lösch.

“Für sie tut es mir sehr leid. Im Ziel war ich richtig nervös, das waren die spannendsten Momente meiner Karriere”, meinte Eder. Sie hatte als Stams-Schülerin mit 18 Jahren bei einem Trainingssturz eine Wirbelsäulenverletzung erlitten und ist seither querschnittgelähmt.

Rudolf Hundstorfer, der Präsident der Bundes-Sportorganisation (BSO), freute sich über das erfolgreiche Abschneiden des ÖPC-Aufgebots. “Mit zwei Silber- und fünf Bronze-Medaillen beendet Österreichs Team diese Winterspiele an der geteilten elften Stelle was die Gesamtzahl der gewonnenen Medaillen betrifft. Das ist ein ausgezeichneter Erfolg, zu dem ich im Namen der österreichischen Sport-Familie herzlichst gratuliere”, meinte der frühere Minister in einer Aussendung.

Von: apa