27. Runde der Erste Bank Eishockey-Liga

Capitals unterlagen Dornbirn in Verlängerung

Sonntag, 10. Dezember 2017 | 20:32 Uhr

Tabellenführer Vienna Capitals hat am Sonntag in der 27. Runde der Erste Bank Eishockey-Liga eine 2:3-Heimniederlage nach Verlängerung gegen Mittelständler Dornbirner EC hinnehmen müssen. Die Graz 99ers gewannen eine kuriose Partie gegen den HC Innsbruck, nach 0:3-Rückstand feierten die Steirer ebenfalls in der Overtime noch einen 5:4-Erfolg. Black Wings Linz löste den KAC als Zweiten ab.

Die Oberösterreicher besiegten am Sonntagabend HCB Südtirol mit 4:3 und halten wie die Klagenfurter bei 50 Zählern. Der KAC unterlag in Salzburg 2:3, den Mozartstädtern fehlen als Tabellenvierten aber noch sieben Zähler auf Linz und KAC sowie 19 auf die überlegen führenden Vienna Capitals.

Für die Capitals begann die Partie gegen Dornbirn plangemäß, der ungedeckte Großlechner traf zur 1:0-Führung (5.). Danach stellten die Hausherren ihre Offensive allerdings ein und Magnan (7.) sowie Timmins im Powerplay (14.) brachten die Vorarlberger verdient mit 2:1 in Front. Nach einem torlosen Mittelabschnitt erzielte Fischer den Ausgleichstreffer (42.) und die Wiener befanden sich scheinbar wieder in richtiger Spur.

Nach einem starken letzten Drittel ging es allerdings in die Overtime, in der nach 49 Sekunden aus einem Konterangriff Fraser den Siegestreffer für Dornbirn erzielte. Für die Wiener war es nach fünf Siegen en suite die erste Niederlage, und sie verloren nach sechs Siegen erstmals wieder gegen die Bulldogs. Die Dornbirner bestritten das zweite Match innerhalb von 22 Stunden, waren am Samstag bei Szekesfehervar 1:2 unterlegen und wurden Sonntag für den Kraftaufwand belohnt.

Innsbruck ging in Graz bereits im ersten Drittel nach Treffern von Oullet-Blain (2.), Clark (6./PP) und Sedivy (19.) mit 3:0 in Führung. Sah es früh nach einem klaren Erfolg aus, so brachten sich die Steirer dank Powerplay-Toren von Nixon (26.) und Setzinger (41.) und einem Treffer durch Laakso (48.) zum 3:3-Ausgleich wieder zurück ins Spiel.

Weihager (55.) sorgte mit dem vierten Tor für die Grazer in Folge für die erste Führung der Hausherren an diesem Abend, Lammers (58.) stellte auf 4:4 und brachte auch diese Partie in die Overtime. Dort netzte Unterweger in der 64. Minute zum Heimerfolg ein. Die Steirer revanchierten sich damit für die erst am Freitag in Tirol erlittene 2:5-Niederlage.

Salzburg bleibt unterdessen im Dezember weiterhin unbesiegt. Die Bullen gingen gegen die Klagenfurter dank eines Powerplay-Treffers von Pallestrang (5.) früh in Führung, Kapstad (15.) glich allerdings noch im ersten Drittel aus. Ebenfalls im Powerplay legte Harris (33.) für die Hausherren nach, Schremp erhöhte auf 3:1 (49.). Mehr als ein neuerlicher Anschlusstreffer durch Fischer (55.) war für die Rotjacken nicht mehr drinnen. Schon am Freitag folgt das nächste Duell der beiden, den Klagenfurtern bietet sich damit die Chance auf schnelle Revanche.

Beim VSV will sich kein Trainereffekt einstellen. Die nervös wirkenden Villacher erlitten mit einem 2:3 gegen Znojmo die vierte Niederlage in Folge und verloren das sechste Spiel en suite gegen ihren Angstgegner. Den Spielern gelang es nicht, das von Markus Peintner angewandte Spielsystem umzusetzen. Nach 24 Minuten stand es bereits 0:3, Hickmott (27.) und Labrecque (46.) konnten nur noch Schadensbegrenzung betreiben.

Zumindest aber hatten sich die Blau-Weißen im letzten Drittel ihrer alten Tugenden erinnert und waren aggressiver und körperbetonter ans Werk gegangen und hatten auch mehrere Torschüsse. Ein Punkt wäre demnach nicht unverdient gewesen. Ins Gehäuse der Villacher war nach langer Verletzungspause Lukas Herzog zurückgekehrt. Die Niederlage kann ihm nicht angelastet werden, er parierte einige Schüsse.

Den vierten Sieg in Serie feierte Linz, Hofer (4.), DaSilva mit einem Doppelpack (25., 58.) und Lebler (45.) waren erfolgreich. Für Südtirol endete damit eine Serie, das Liga-Schlusslicht hatte zuvor seine letzten fünf Heimspiele gegen die Oberösterreicher gewonnen.

Von: apa