Sechste Auflage in Meran von 17. bis 19. Juni

Cool Swim Meeting steigt zu einem LEN-Meeting auf

Montag, 16. Mai 2022 | 16:36 Uhr

Meran – In exakt einem Monat findet die sechste Auflage des internationalen Cool Swim Meeting statt, das auch in diesem Jahr zum gewohnten Termin am dritten JuniWochenende im Meraner Lido (17. bis 19. Juni) auf dem Programm steht. Die ersten Neuigkeiten für das Jahr 2022 wurden bei einer Pressekonferenz heute Mittag im Meraner Freibad vorgestellt. Auch wenn sich das Meeting in der Passerstadt mit dem Start der Langbahn-Weltmeisterschaft in Budapest überschneidet (18. bis 25. Juni), können die Veranstalter namhafte Athleten aus Italien, aber auch aus dem Ausland präsentieren.

Zum sechsten Mal seit 2016 (2020 war die Veranstaltung der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen) richten die beiden wichtigsten Schwimmvereine der Stadt (SC Meran und A.S. Merano Nuoto) den internationalen Wettkampf aus, der auch in diesem Jahr ein Geeen Event ist. Die Veranstalter haben in diesem Jahr einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. „Ab 2022 ist unser Meeting vom europäischen Schwimmverband anerkannt und damit offiziell ein LEN-Meeting“, sagt OK-Chef Walter Taranto, der gleichzeitig auch Präsident des Südtiroler Landesverbandes ist. „Durch die Aufwertung werden wir auch für viele Teilnehmer aus Italien interessanter.“

Natürlich sind die besten Schwimmer Italiens im Juni bei der Weltmeisterschaft in Budapest im Einsatz. Allen voran der Bozner Stefano Ballo, der sich mit der italienischen Staffel über 4 x 200 m Freistil ein WM-Ticket gesichert hat und deshalb erneut auf einen Start in Meran verzichten muss. „Aber ein Teil der italienischen Junioren-Nationalmannschaft wird dabei sein. Auswahltrainer Walter Bolognani schickt fünf Männer und fünf Frauen nach Meran, die schon am Dienstag, 14. Juni nach Südtirol kommen, um ein Trainingslager in Meran abzuhalten und am Wochenende am Meeting teilnehmen werden“, sagt Marco Giongo, der Sportchef des Cool Meetings. Neben den Nachwuchsschwimmern der Azzurri werden auch bekannte Athleten wie Alice Mizzau (sie hat 2015 im russischen Kasan mit Italien über 4 x 200 m Freistil WMSilber erobert und war 2012 in London und 2014 in Berlin auch Europameisterin mit der Staffel) oder Matteo Lamberti dabei sein. Lamberti ist der Sohn des ehemaligen Weltrekordlers Giorgio Lamberti über 200 m Freistil. Er trainiert bei Trainer Stefano Morini in Livorno. Und natürlich darf auch Lokalmatadorin Laura Letrari in ihrer letzten Saison als aktive Athletin nicht fehlen. Die Brixnerin hält noch immer sechs Meetingrekorde. Auch alle wichtigen Vereine aus der Region haben für den Wettkampf im 50-m-Becken genannt.

Zum ersten Mal wird auch ein Teil der Schweizer Nationalmannschaft nach Meran kommen. Cheftrainer Massimo Meloni ist zwar bei der WM in Budapest, aber er schickt eine Delegation in die Passerstadt, der mehrere Athleten angehören, die in der Swiss Acquatics Training Base trainieren wie etwa Havana Cure Cabrera, Elia Riva, Aleksi Schmid, Lennox Ruthishauser, Richard Georgiev oder Marlene Hüther aus Deutschland, die für Geneva Natation an den Start geht. Trainer der eidgenössischen Auswahl ist Andrea Mercuri.

Auch ein Team aus den USA ist in diesem Jahr in Meran am Start: Azura Florida Aquatics mit vielen Athleten aus Übersee wie Ornella Giuliano (Uruguay), Britta Schwengle (Aruba), Mia Patton (Bahamas), Max Fermayer, Russel Svetlov und Alessandro Pereira (alle USA), Dairo Sanchez (Peru) und Michele Vandenbossche (Italien/Frankreich). “Aktuell haben wir 560 eingeschriebene Athleten, davon kommen 400 von außerhalb der Region”, sagt Gebhard Unterrainer, der Vize-Präsident des Organisationskomitees. „Unsere Planungen laufen darauf hinaus, 700 Teilnehmer zu haben, das Maximum, das wir stemmen können, sind 800 Starter und Starterinnen.“

OK-Taranto hat bei der Pressekonferenz auch nicht vergessen, allen Sponsoren zu danken. „Sie haben uns die Treue gehalten und ohne sie wäre ein Meeting dieser Größenordnung in diesen schwierigen Zeiten nicht durchführbar”, so Taranto. Immerhin können die Teilnehmer in diesem Jahr ein Gesamt-Preisgeld von 16.500 Euro gewinnen. Das hängt davon ab, wie viele Meetingrekorde in diesem Jahr gebrochen werden. Die Veranstalter haben sich etwas Spezielles ausgedacht. In einfachen Worten: Je schwerer es ist, einen Rekord zu knacken, desto mehr Preisgeld gibt es zu gewinnen. Die Preisgelder wurden anhand der FINA-Tabelle des internationalen Schwimmverbandes errechnet. „So sind etwa die Meetingrekorde von Gregorio Paltrinieri über 1500 Freistil (14.53,90) oder die 100 m Rücken von Thomas Ceccon (53,20) 2000 Euro wert, weil sie über 900 FINA-Punkte zählen. Für den Meetingrekord über 400 m Freistil (Gabriele Detti 3.47,78) gibt es 1500 Euro zu gewinnen. “Unabhängig davon, wie viele Veranstaltungsrekorde gebrochen werden, gibt es für die beste Leistung bei Männern und Frauen anhand der FINA-Tabelle jeweils 1000 Euro Preisgeld“, so Taranto. Auch für die Top drei des Skin Race (K.o-Rennen über 50 m Freistil am Freitagabend) gibt es ein Preisgeld. Das Programm der dreitägigen Veranstaltung bleibt unverändert. Es gibt fünf Wettkampfabschnitte. Das Meeting beginnt am Freitag, 17. Juni um 15.00 Uhr und endet am Sonntagnachmittag.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

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