Dadic wurde mit 4.702 Punkten Vierte

Dadic fehlten bei Hallen-EM 21 Punkte auf Bronze

Freitag, 01. März 2019 | 23:23 Uhr

Fünfkampf-Vizeweltmeisterin Ivona Dadic hat am Freitag bei der Leichtathletik-Hallen-EM in Glasgow die Bronzemedaille um lediglich 21 Punkte verpasst. Die 25-jährige Oberösterreicherin wurde mit 4.702 Zählern Vierte. Ihre 24-jährige ÖLV-Teamkollegin und engere Landsfrau Verena Preiner beendete den Wettkampf mit persönlicher Bestleistung von 4.637 Punkten auf dem sechsten Rang.

Gold sicherte sich in überlegener Manier Hallen-Weltmeisterin Katarina Johnson-Thompson aus Großbritannien mit der Jahresweltbestleistung von 4.983 Punkten. Die weiteren Medaillen gingen an ihre erst 19-jährige Landsfrau Niamh Emerson (4.731) sowie die 20-jährige Französin Solene Ndama (4.723). Emerson war im Vorjahr Junioren-Weltmeisterin im Siebenkampf, Ndama 2017 Junioren-Europameisterin über 100 m Hürden geworden.

Dadic hatte vor dem abschließenden 800-m-Lauf im Weitsprung mit 6,42 Meter eine persönliche Bestleistung (bisher 6,41) erreicht, unmittelbar danach aber über Rückenschmerzen geklagt. Ihr Antreten im fünften und letzten Bewerb war deshalb zunächst ungewiss gewesen. Mittels physiotherapeutischer und ärztlicher Behandlung wurde schließlich die leichte Blockade im Rippenbereich gelöst, und Dadic lief dann in 2:12,15 Minuten sogar persönliche Bestzeit unter dem Hallendach.

Die letztlich fehlenden 21 Punkte hatte Dadic vor allem im Kugelstoßen liegen gelassen. “Ich bin nicht enttäuscht, es war mein zweitbester Fünfkampf, den ich je gemacht habe”, lautete der erste Kommentar der EM-Dritten im Siebenkampf von 2016. “Ich habe die Medaille beim Kugelstoßen verloren. Da habe ich beim Aufwärmen dreimal über 14 Meter gestoßen und dann im Wettkampf nur 13,33”, bestätigte Dadic, blickte aber bereits Richtung WM in Doha (27.9. bis 6.10.) “Ich mache nur eine Medaille pro Jahr, die mache ich dann halt im Sommer”, meinte die Hallen-Vizeeuropameisterin von 2017 lächelnd.

Preiner, die mit dem Handicap eines gerissenen Außenbandes im Sprunggelenk gestartet war, biss die Zähne zusammen und legte einen starken Wettkampf hin. Die Oberösterreicherin erreichte im Hürdensprint, Hochsprung und Weitsprung persönliche Bestleistungen. Damit verbesserte Preiner ihren bisherigen Rekord gleich um 155 Punkte. “Wenn es einem von Beginn weg in einem Wettkampf so gut geht, dann kann man nur glücklich sein”, gab die U23-EM-Dritte im Siebenkampf von 2017 danach zu Protokoll.

Im abschließenden 3.000-m-Finale wurde Nada Ina Pauer in 9:06,75 Minuten Zwölfte. Die Stimmung war dabei in der Emirates Arena am Höhepunkt, siegte doch die Schottin Laura Muir in 8:30,61 Minuten am Ende klar vor der Deutschen Konstanze Klosterhalfen (8:34,06) sowie ihrer britischen Teamkollegin Melissa Courtney (8:38,22). “Ich bin mit dem Platz zufrieden und habe stark gekämpft”, betonte Pauer. “Nur schade, dass ich nicht Bestzeit gelaufen bin und am Ende von Muir überrundet wurde.”

Zwei andere ÖLV-Athleten enttäuschten dagegen schwer: Über 3.000 m verpasste Andreas Vojta in für ihn schwachen 8:09,72 Minuten die Finalqualifikation bei weitem und wurde Gesamt-25. Und die von einem grippalen Infekt zuletzt zurückgeworfene Susanne Walli landete im 37-köpfigen 400-m-Feld in 54,69 Sekunden nur an der vorletzten Stelle.

Von: apa

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