Befreiter Jubel von Bernhard Gruber

Denifl/Gruber gewannen Weltcup-Teamsprint in Lahti

Samstag, 03. März 2018 | 17:03 Uhr

Ein fulminanter Antritt von Bernhard Gruber hat am Samstag im Teamsprint von Lahti den ersten Weltcup-Saisonsieg für Österreichs Nordische Kombinierer ermöglicht. Gruber schloss nach der Übergabe von Wilhelm Denifl auf dem letzten Kilometer eine große Lücke zum Führungsduo und gewann im Zielsprint vor Jan Schmid/Jörgen Graabak (NOR/+0,8 Sek.) und Eero Hirvonen/Ilkka Herola (FIN/2,1).

Auch das zweite, nach dem Springen führende ÖSV-Duo Franz-Josef Rehrl und Lukas Greiderer (30,3) überzeugte am WM-Schauplatz von 2017 mit Rang vier. Die favorisierten Olympia-Dominatoren aus Deutschland kamen dagegen mit großem Rückstand nicht über die Ränge fünf und sechs hinaus.

Der 35-jährige Gruber und der noch zwei Jahre ältere Denifl feierten indes im ersten Bewerb nach Olympia von Platz vier nach dem Springen aus einen nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg. “Normalerweise bin ich auf der Schlussrunde immer gestresst, aber heute habe ich sie wirklich genossen. Ich konnte Vollgas geben und hart attackieren. Das war sehr gut für das Selbstvertrauen”, betonte Gruber. Die nächste Möglichkeit, seine Topform auszuspielen, hat der Salzburger bereits am Sonntag im Einzelbewerb.

Bernhard Gruber präsentierte sich eine Woche nach den Olympischen Spielen in Topverfassung. “Ich fühle mich derzeit recht gut, ich kann über längere Strecken ein hohes Tempo gehen und ziemlich gut sprinten. Auf der Zielgeraden habe ich es nur mehr tuschen lassen”, betonte der Team-Bronzemedaillengewinner von Pyeongchang, der in den Olympia-Einzelbewerben (20./21.) leer ausgegangen war.

Er habe aber auch vom Topmaterial und dem Sturz des Finnen Ilkka Herola am Ende des Schlussanstieges profitiert, ergänzte Gruber. ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen freute nicht nur über den Sieg, sondern auch die starke Leistung seines zweiten Teams. “Das war fantastisch, ich habe nach dem Springen nicht damit gerechnet, dass wir um den Sieg mitlaufen können. Ich bin sehr überwältigt, heute hatten wir wieder einmal super Material, aber auch der Kampfgeist war sehr beeindruckend. Das war schön zum Zuschauen”, sagte Eugen.

Von: apa