Für Dennis Novak war Lajovic eine Nummer zu groß

Dennis Novak im Kitzbühel-Achtelfinale ausgeschieden

Mittwoch, 01. August 2018 | 17:54 Uhr

Der Traum vom ersten Viertelfinale auf der ATP-Tour und dem erhofften Duell mit Freund Dominic Thiem ist am Mittwoch für Dennis Novak geplatzt. Der 24-jährige Niederösterreicher unterlag bei brütenden 33 Grad dem als Nummer 8 gesetzten Serben Dusan Lajovic (ATP-66.) nach 68 Minuten mit 2:6,4:6. Damit war Thiem schon vor seinem ersten Single-Einsatz letzter Österreicher im Kitzbühel-Einzel.

Lajovic hatte vor erstmals in diesem Jahr ausverkauftem Haus gegen Novak von Beginn weg das Kommando übernommen. Novak geriet rasch mit 0:3 bzw. 2:5 in Rückstand. Nach nur 26 Minuten war der erste Satz vorbei. Im zweiten Durchgang vermochte sich der Außenseiter zu steigern, vergab aber u.a. bei 4:4 einen seiner zwei Breakbälle.

“Es war einfach zu wenig heute. Ich bin schlecht ins Match gestartet und wenn du dann hinterherläufst, ist es halt schwierig”, meinte Novak danach enttäuscht. “Im zweiten Satz habe ich ein bisserl besser reingefunden, die eine oder andere Breakchance gehabt, aber im Großen und Ganzen war es einfach zu wenig.” Lajovic fühle sich einfach wohl in Kitzbühel, glaubt Novak. “Er hat einfach alles besser gemacht als ich heute.”

Was dem dieses Jahr sensationell in die dritte Wimbledon-Runde vorgestoßenen Novak im Vergleich zur Nummer 66 der Welt noch fehlt? “Mehr Matches auf dem Niveau – so viele habe ich jetzt noch nicht gehabt. Ich hatte ein paar Ausreißer in letzter Zeit, aber für mich es noch nicht selbstverständlich in der zweiten Runde eines ATP-Turniers zu stehen.”

Novak, der im Doppel mit Thiem noch im Viertelfinale steht, wird sein nächstes Einzel kommende Woche beim Challenger in Portoroz bestreiten und danach direkt nach New York fliegen. Frühzeitig, um sich an die Bedingungen rechtzeitig vor Beginn der US Open-Qualifikation zu gewöhnen.

Das Punktezählen hat sich Novak, der sich am Dienstag die Haare bläulich färben hat lassen (“wollte ich schon länger machen”) laut eigenen Aussagen abgewöhnt. Gesund bleiben und gut spielen, will er. “Dann werde ich in die Top 100 kommen, das weiß ich.” Im Herbst möchte er sich nach dem Davis Cup bei einigen europäischen ATP-Turnieren in der Qualifikation versuchen.

Der Rapid-Fan hatte zu Mittag auch ein intensiveres Pläuschchen mit Marko Arnautovic. “Ja, wir haben u.a. auch über unsere Frisuren geredet”, erzählte Novak lachend. Er ist ein ähnlicher Fußball-Narr wie auch Thiem, aber eben kein Chelsea-Fan. “Ich verfolge alles, spiele sogar so ein Managerspiel in der deutschen Liga. Und wenn das österreichische Nationalteam spielt, fiebere ich mit. Es war cool, die Jungs kennenzulernen.” Bei einer Exhibition hatte Novak mit Thiem und drei West-Ham-Profis Fußball-Tennis gespielt.

Von: apa