Fabian Rabensteiner holte den EM-Titel

Der Europameister will es auch beim Dolomiti Superbike wissen

Freitag, 24. Juni 2022 | 09:51 Uhr

Niederdorf – Spätestens seit dem 19. Juni ist Fabian Rabensteiner in seiner Heimat Südtirol ein Star. An diesem Tag holte er sich im tschechischen Jablonné v Podjestdí in überragender Manier die EM-Goldmedaille im Marathon. In der Südtiroler Rad-Szene ist der Villanderer natürlich längst kein Unbekannter mehr. Da darf er beim Dolomiti Superbike in Niederdorf, einem der größten MTB-Marathons der Welt, natürlich nicht fehlen.

Dass Fabian Rabensteiner auch beim 27. Dolomiti Superbike starten wird, steht schon länger fest und war auch nicht anders zu erwarten. „Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon dabei war. Es könnte sogar schon zweistellig sein. Anfangs immer beim 60-Kilometer-Rennen, mittlerweile schon einige Male auf der langen Distanz“, erinnert sich der 31-Jährige zurück. Der Villanderer Mountainbiker hat sich vor fünf Tagen mit der Goldmedaille bei der Mountainbike-EM einen Traum erfüllt. Ein Außenseiter war er in Tschechien aber keineswegs, schließlich hatte er bereits bei den kontinentalen Titelkämpfen im Jahr 2018 in Friaul-Julisch-Venetien mit Bronze Edelmetall geholt.

Sein nagelneues Europameister-Trikot rückt Fabian Rabensteiner vor dem Dolomiti Superbike freilich in ein anderes Licht, zum Spitzenfeld gehört er beim Top-Event in der Dolomitenregion 3 Zinnen aber schon länger – und das macht dem Biker auch nichts aus: „Natürlich setzen viele jetzt andere Erwartungen in mich. Ich mache mir aber keinen Druck, sondern gehe das Rennen an, wie sonst auch immer. Mit Druck kann ich auch gut umgehen, das macht mir nichts aus“, verrät Rabensteiner.

Rabensteiner zollt der Konkurrenz Respekt

Wen Fabian Rabensteiner am Samstag, 9. Juli beim Dolomiti Superbike im Auge behalten muss, weiß der Lokalmatador noch nicht: „Ich habe mir die Startliste noch nicht genauer angesehen. In Niederdorf sind aber immer haufenweise Top-Mountainbiker mit von der Partie. Ob Andreas Seewald oder Tiago Ferreira – sie sind alle Spitze“, lobt der Südtiroler Spitzenbiker seine Konkurrenten.

Nur lobende Worte hat der 31-Jährige auch für die Veranstalter des Dolomiti Superbike übrig. „Es ist das größte Marathon-Event in Italien, vielleicht sogar in ganz Europa. Die Organisation verläuft trotz des Teilnehmer-Ansturms immer reibungslos. Für mich ist es Jahr für Jahr etwas ganz Besonderes, hier bei meinem Heimrennen antreten zu dürfen“, freut sich Rabensteiner.

Die Veranstalter freuen sich auf den frischgebackenen Europameister

Aber auch die Veranstalter um OK-Chef Kurt Ploner sind stolz, dass sie den neuen Europameister in Niederdorf willkommen heißen dürfen. „Wir freuen uns natürlich ungemein, dass wir mit Fabian den frischgebackenen europäischen Marathon-Champion am Start haben werden. Es wertet das ohnehin schon extrem starke Teilnehmerfeld beim diesjährigen Dolomiti Superbike noch einmal auf”, sagt OK-Chef Kurt Ploner.

Rabensteiner beginnt in Kürze mit der spezifischen Vorbereitung auf die 27. Ausgabe des MTB-Klassikers. „In den vergangenen Tagen wurde das EM-Gold gefeiert, diese Woche lasse ich es noch gemütlich angehen. Aber ab nächster Woche startet die Vorbereitung für das nächste Rennen – und das ist die lange 121-Kilometer-Distanz beim Dolomiti Superbike.“ Auf dieser will Rabensteiner zugleich den achten Platz vom Vorjahr unterbieten – sein bis dato bestes Ergebnis beim Heimrennen. Mit dem Selbstvertrauen, das er durch den EM-Titel getankt hat, ist ihm das durchaus zuzutrauen.

Von: mk

Bezirk: Eisacktal, Pustertal

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