0:2 gegen Südkorea versetzte der Fußballnation den letzten Dolchstoß

Deutsche Analyse laut DFB-Präsident erst bis Ende August

Montag, 09. Juli 2018 | 11:11 Uhr

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Reinhard Grindel, rechnet bis Ende August mit konkreten Resultaten der Analyse des verpatzten Abschneidens des Titelverteidigers bei der WM in Russland. Bei der Aufarbeitung stehen Teamchef Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff in der Pflicht.

Löw hatte der Verbandsführung vergangenen Dienstag in einem ersten Schritt erläutert, warum mehrere Spieler seiner Meinung nach beim Turnier nicht die Leistung gebracht hätten, zu der sie fähig seien. “Eine weitergehende Analyse, wie er sie sich vorstellt, bedarf einer gewissen Zeit”, erklärte Grindel dem “kicker” (Montag-Ausgabe). “Die wollen wir ihm geben.”

Mit Ergebnissen der WM-Aufarbeitung ist dadurch erst kurz vor dem nächsten DFB-Länderspiel am 6. September gegen Frankreich zu rechnen. “Denn es geht um gravierende Veränderungen, möglicherweise im Team, beim Team hinter dem Team, auch bei einzelnen Abläufen, die die Darstellung der Mannschaft in der Öffentlichkeit betreffen”, sagte Grindel.

Der Verbandschef warnte vor einem sportlich schwierigen Herbst mit Spielen gegen Frankreich und den Niederlanden in der Nations League. Sogar ein Abstieg des entthronten Weltmeisters aus der stärksten Division des neuen Bewerbes als Gruppenletzter sei nicht auszuschließen.

“Wir trauen unseren sportlichen Köpfen zu, die richtigen Schlüsse zu ziehen und eine Mannschaft auf den Platz zu bringen, die in die Erfolgsspur zurückfindet”, betonte Grindel. Vom zuständigen Direktor Oliver Bierhoff erwarte er, das Präsidium in den kommenden Monaten intensiv über die sportliche Entwicklung zu informieren.

Von: APA/dpa