Dahlmeier holte Gold für Deutschland

Deutsche Dahlmeier triumphierte auch in Biathlon-Verfolgung

Montag, 12. Februar 2018 | 13:43 Uhr

Laura Dahlmeier, die fünffache Weltmeisterin von Hochfilzen, schickt sich an, auch zur Biathlon-Heldin der Olympischen Spiele zu avancieren. Die 24-Jährige eroberte am Montag in Pyeongchang/Alpensia nach dem Sprint auch die Goldmedaille in der 10-km-Verfolgung. Mit nur einem Fehlschuss ließ sie die Slowakin Anastasiya Kuzmina, die vier Strafrunden drehen musste, um 29,4 Sekunden hinter sich.

Nach je einer Strafrunde kamen Dahlmeier und Kuzmina gemeinsam zum dritten Schießen. Da gelang der Zollbeamtin vom SC Partenkirchen im Stehend-Anschlag die Vorentscheidung. Sie blieb fehlerfrei, während der gebürtigen Russin zwei Fehler unterliefen. Damit war der Weg frei für die Bayerin zum zweiten Olympia-Gold ihrer Karriere. Sie ist schon jetzt gemeinsam mit Kati Wilhelm und Magdalena Neuner erfolgreichste deutsche Skijägerin und die erste Biathletin überhaupt, die bei Winterspielen in Sprint und Verfolgung reüssierte.

“Es war unfassbar hart, die Schmerzen an den Fingern waren ärger als in jedem anderen Rennen”, erklärte die siebenfache Weltmeisterin nach dem bei 10 Grad unter Null und heftigem Wind gelaufenen Rennen. Dahlmeier war wegen einer Verkühlung verspätet in die Olympiasaison eingestiegen und hatte vor Südkorea erst zwei Siege gefeiert. Bei den XXIII. Winterspielen hat sie noch vier Bewerbe vor sich.

Kuzmina, die Sprint-Olympiasiegerin von 2010 und 2014, war vom 13. Platz nach dem Sprint nach vorne gestürmt und hatte 54 Sekunden auf Dahlmeier gutgemacht. Im Finish hatte die Schwester des nicht zu den Winterspielen eingeladenen Anton Schipulin trotz vier Strafrunden noch genug Kraft um sich 0,2 Sekunden vor der Französin Anais Bescond (1 Strafrunde) durchzusetzen. Bescond war mit 1:15 Minuten Rückstand nur als 19. gestartet.

Für die zwei Österreicherinnen ging es hingegen in der Ergebnisliste in die entgegengesetzte Richtung. Die Salzburgerin Katharina Innerhofer büßte mit fünf Strafrunden elf Plätze gegenüber dem Sprint ein und landete an der 40. Stelle (+4:05,9 Min.). Dunja Zdouc kam nach acht Strafrunden 8:03,8 Minuten hinter der Siegerin ins Ziel und über den 58. und letzten Platz nicht hinaus.

Innerhofer meinte, sie habe zu Beginn den Wind nicht richtig eingeschätzt. “Das Positive ist, dass es läuferisch besser gegangen ist, als im Sprint”, meinte die 27-Jährige. Zdouc blieb nach drei Strafrunden nach dem vierten Schießen der letzte Platz nicht erspart. “Schlusslicht zu sein, ist halt auch nicht das Netteste”, sagte die Kärntnerin.

Von: apa

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