3:1-Sieg der Deutschen in Nordirland

Deutschland und England qualifizierten sich für WM 2018

Donnerstag, 05. Oktober 2017 | 23:03 Uhr

Deutschland hat sich in bisher beeindruckender Manier für die Titelverteidigung bei der WM 2018 in Russland qualifiziert. Der Weltmeister gewann am Donnerstagabend bei Verfolger Nordirland mit 3:1 (2:0) und feierte damit im neunten Spiel der Quali-Kampagne den neunten Sieg. Das Ticket für die Endrunde im kommenden Jahr buchte auch England nach einem 1:0 (0:0) gegen Slowenien.

Im europäischen Quali-Rennen hatte zuvor nur Belgien die WM-Reise vorzeitig fixiert. Am Freitag könnten Serbien bei einem Erfolg in Wien über Österreich und Spanien mit einem Heimsieg über Albanien nachziehen.

Zwei Gegentreffer hatte Nordirland in der laufenden Qualifikation erhalten, beim 0:2 in Hannover im Vorjahr. Dass Deutschland eine Nummer zu groß für die Briten ist, wurde im Windsor Park schnell deutlich. Sebastian Rudy traf nach nicht einmal eineinhalb Minuten aus der Distanz zur Führung für die Elf von Trainer Joachim Löw. Der für den verletzten Timo Werner aufgebotene Sandro Wagner legte in der 21. Minute mit einer schöner Einzelaktion nach. Für Wagner war es im vierten Länderspiel der vierte Treffer.

Die kampfstarken Nordiren waren einmal bedient. Erst fünf Minuten vor dem Pausenpfiff musste Deutschlands Schlussmann Marc-Andre ter Stegen gegen Corry Evans eingreifen. Jerome Boateng hatte bei seinem Comeback in der Innenverteidigung einen vorerst ruhigen Abend. Geschlagen gaben sich die Nordiren aber nicht. Nach Seitenwechsel suchten sie ihr Heil in der Offensive, während Deutschland den Vorsprung nur noch verwaltete.

So schoss Conor Washington aus aussichtsreicher Position über die Latte (77.). Im Finish legte Joshua Kimmich (86.) noch den dritten Treffer nach, ehe den Hausherren nach einem Eckball durch Josh Magennis (90.) noch das Ehrentor gelang. Löws Ziel, eine makellose Qualifikation, steht nun im Heimspiel gegen Aserbaidschan am Sonntag vor dem Abschluss.

England gegen Slowenien lief bereits auf ein torloses Remis hinaus, ehe Harry Kane im Wembley-Stadion tief in der Nachspielzeit noch zuschlug. Die “Three Lions” hatten ein deutlichen Chancenplus, waren im Abschluss aber lange nicht zwingend. Der als Kapitän eingelaufene Kane konnte sich bis zu seinem Treffer kaum in Szene setzen. Gegen Ende der Partie hatte Slowenien sogar eine ausgezeichnete Möglichkeit. England-Keeper Joe Hart blieb im Duell mit Tim Matavz aber Sieger.

Das Resultat in London spielte Schottland in die Karten. Die Bravehearts holten dank eines späten Tores den erhofften Heimsieg über die Slowakei und stießen dadurch auf Rang zwei vor. Chris Martin traf im Hampden Park in der 89. Minute unter Mithilfe des Slowaken Martin Skrtel zum umjubelten 1:0. Die Schotten waren zuvor trotz langer nummerischer Überlegenheit glücklos. Bei der Slowakei wurde Robert Mak aufgrund einer Unsportlichkeit bereits in der 23. Minute mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen. Torhüter Martin Dubravka bewahrte die Gäste aber vor einem Rückstand, die Schotten trafen darüber hinaus zweimal nur Metall. Zum Gruppenabschluss am Sonntag gastieren die Schotten nun beim Vierten Slowenien, der noch nicht aus dem Rennen ist. Die drittplatzierte Slowakei empfängt Malta.

Bei Polens 6:1-Kantersieg in Eriwan gegen Armenien trug sich Robert Lewandowski ins Geschichtsbuch ein. Mit drei Toren avancierte der Angreifer von Bayern München mit nun 50 Treffern im Teamtrikot zum Rekordtorjäger seines Landes. Nachdem Kamil Grosicki die Gäste bereits in der 2. Minute in Führung gebracht hatte, traf Lewandowski per Freistoß (18.), ehe er nach einem indirekten Freistoß (25.) aus wenigen Metern erneut zuschlug.

Dem nicht genug markierte Polens Kapitän in der zweiten Spielhälfte noch seinen dritten Treffer an diesem Abend zum 5:1 (64.). Mit 15 Treffern ist er vorerst auch bester Torschütze in der laufenden WM-Qualifikation – vor Cristiano Ronaldo (14). Dass Polen noch nicht durch ist, war dem 1:0-Auswärtserfolg Dänemark in Montenegro geschuldet. Die Skandinavier setzten sich damit auf Rang zwei der Tabelle. Polen hat weiter drei Zähler Vorsprung.

Christian Eriksen (16.) traf in Podgorica entgegen dem Spielverlauf für die Dänen, der Tottenham-Profi hat damit in vier aufeinanderfolgenden Quali-Spielen gescort. Montenegro haderte danach noch mit dem Ausfall von Starspieler Stevan Jovetic, der bereits in der 20. Minute vom Feld musste. Am Sonntag empfängt Polen nun Montenegro, Dänemark spielt ebenfalls zu Hause gegen Rumänien.

Von: apa

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