Weltcup in Brixen

Die Boulder-Damen zeigen ihr Können

Freitag, 10. Juni 2022 | 17:41 Uhr

Brixen – Der Auftakt des Boulder-Weltcups in Brixen ist gelungen: Heute fand im Vertikale Kletterzentrum Brixen der erste Teil des Weltcup-Programms an der Boulder-Wand statt. Bei der Qualifikation der Frauen wurden die besten 20 Athletinnen ermittelt, die beim morgigen Halbfinale an den Start gehen werden.

Die Amerikanerin Natalia Grossman betrat als Erste die Bühne (Gruppe A) und setzte sich problemlos durch. Mit besonderer Leichtigkeit gelang es ihr, alle fünf Tops beim ersten Versuch zu erreichen (als einzige Athletin). Bejubelt wurde sie bei dieser sportlichen Glanzleistung von zahlreichen Zusehern – unter ihnen auch die Schulkinder aus Brissago. Grossman ist sichtlich zufrieden über ihre Leistung: „Ich hatte heute viel Spaß, die Boulder waren wirklich gut gebaut. Ich bin das erste Mal hier in Brixen geklettert, vorher kannte ich in Italien nur die Kletterwände von Arco. Die Routen waren teilweise eigenartig, aber schön. Ich bin mit großer Überzeugung an den Start gegangen, fühlte mich stark in meiner Form. Wir werden sehen, wie es morgen läuft, vielleicht kommt ja der vierte Sieg in Folge – ich hoffe es!” Im letzten Moment ihre Teilnahme abgesagt hat Grossmanns Teamkollegin Brooke Raboutou (Zweite der Weltcup-Wertung) sowie die Französin Oriane Bertone (Dritte der Weltcup-Wertung).

Eine andere Französin machte allerdings auf sich aufmerksam: Fanny Gibert schaffte ebenfalls fünf Tops, allerdings mit einem Versuch mehr als die Amerikanerin. Sie war die Beste der Gruppe B. Für eine Überraschung sorgte die Deutsche Hannah Meul und die Chinesin Zhilu Luo, die in ihren jeweiligen Gruppen Zweite wurden und sich hinter der Koreanerin Chaehyun Seo und der Japanerin Serika Okawachi platzierten.

Bei den Italienerinnen bestätigte Camilla Moroni ihre Form. Sie belegte mit vier Tops den 15. Platz und sicherte sich somit einen Platz im Halbfinale. „Vielleicht hätte ich es besser machen können”, sagte Moroni, „vor allem im Boulder Nummer drei, den ich nicht geschafft habe. Der beste Ansatz schien der zu sein, den ich als letztes versucht habe. Für mich war dieser Boulder schwer zu verstehen. Die Methode, die mir am meisten zusagte, habe ich zu spät erkannt. Insgesamt denke ich, dass es ganz gut gelaufen ist. Ich fühle mich auf jeden Fall gut, heute Früh war ich etwas nervös. Ich wusste, dass es eine schwierige Runde sein wird, sobald ich die Liste des Teilnehmerfeldes gesehen habe. Die Boulder-Wand ist sehr schön, die Wände haben schöne Steigungen; auch der Aufwärmbereich ist für die Sportler großartig. Zudem klettern wir zu Hause. Ich war bereits 2019 hier, da habe ich es geschafft, bei den Jugend-Europameisterschaften Zweite zu werden.”

Bis zur Hälfte der Qualifikation war auch Giorgia Tesio aus Cuneo (21.) unter den 20. Die anderen Italienerinnen schieden aus, was angesichts des hohen Niveaus der teilnehmenden Athletinnen zu erwarten war: Laura Rogora (25.), Federica Papetti (41.), Irina Daziano (45.), Giulia Medici (49.), Francesca Matuella (61.), Miriam Fogu (61.) und Beatrice Colli (65.).

Um 16.30 Uhr sind dann die Herren an der Reihe: Die Italiener feuern Michael Piccolruaz an. Morgen treten die Frauen um 11.00 Uhr im Halbfinale an, die besten sechs werden dann um 20.00 Uhr im Finale um den Sieg kämpfen.

Von: mk

Bezirk: Eisacktal

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