Umstrittener Handselfer für Real kochte Diskussion neu auf

Diskussionen um Real-Bevorzugung durch Schiedsrichter

Dienstag, 28. Februar 2017 | 15:32 Uhr

In der spanischen Fußball-Meisterschaft ist wieder einmal die mögliche Bevorzugung von Tabellenführer Real Madrid durch die Schiedsrichter das große Thema. FC Barcelonas Starverteidiger Gerard Pique hatte die Diskussion am Wochenende mit einer Auflistung strittiger Szenen auf Twitter befeuert. Die Katalanen liegen bei einem Spiel mehr einen Punkt hinter Real auf Platz zwei.

Jüngster Anstoß für die Diskussionen war ein äußerst strittiger Handelfmeter, den Real-Superstar Cristiano Ronaldo am Sonntag beim 3:2-Sieg in Villarreal zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich verwertete. Real-Kapitän Sergio Ramos wies die Anschuldigungen zurück. “Ich glaube nicht, dass dir die Schiedsrichter irgendetwas geben oder nehmen, es ist das Gegenteil, sie versuchen fair zu sein”, betonte Ramos auf der Club-Website.

Auch Zinedine Zidane wies die Kritik aus Barcelona entschieden zurück. “Jeder kann sagen, was er will, aber das ist nicht wahr. Alles, was wir erreicht haben, haben wir durch unsere Leistungen auf dem Platz erreicht”, betonte der Real-Madrid-Trainer.

Real geriet nach dem 1:2 vergangene Woche in Valencia auch in Villarreal 0:2 in Rückstand, vermied aber den nächsten Punkteverlust. Am Mittwoch (21.30 Uhr) haben die “Königlichen” Mittelständler Las Palmas zu Gast. “Wir sind darauf fokussiert, uns zu verbessern”, sagte Ramos. “Wir wollen damit weitermachen, drei Punkte zu holen, um den Titel zu gewinnen.”

Barcelona empfängt bereits davor (19.30 Uhr) den Abstiegskandidaten Sporting Gijon. Der Titelverteidiger hat den Rückstand in den vergangenen Wochen verringert und will den Druck auf Real aufrechterhalten. “Wir müssen weiter gewinnen für den Moment, wenn sie Fehler machen”, erklärte Regisseur Andres Iniesta. “Es ist gut, dass sie wissen, dass wir da sind.”

Die Katalanen können auf Superstar Lionel Messi vertrauen. Der Argentinier ist in den vergangenen Wochen wieder zur Hochform aufgelaufen. Am Sonntag entschied er kurz vor Schluss den Ligaschlager bei Atletico Madrid (2:1). In den vergangenen vier Ligaspielen hat Messi immer getroffen. Die Schützenliste führt der 29-Jährige mit 20 Toren vor seinem Teamkollegen Luis Suarez (18) und Ronaldo (16) an.

Von: APA/ag.