Djokovic darf ungeimpft in Melbourne starten

Djokovic dank Ausnahmeregelung bei Australian Open dabei

Dienstag, 04. Januar 2022 | 13:03 Uhr

Diese Entscheidung wird wohl für viele Diskussionen sorgen: Novak Djokovic kann dank einer medizinischen Ausnahme-Regelung, die ihn von der Impfpflicht gegen Covid-19 befreit, bei den Australian Open in Melbourne an den Start gehen. Der Tennis-Weltranglisten-Erste hatte in den vergangenen Monaten seinen Impfstatus nie preisgeben wollen, was freilich sein Recht ist. Nun weiß aber die ganze Welt, dass er ungeimpft ist.

Eigentlich dürfen beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres wegen behördliche Auflagen in Australien nur geimpfte Spielerinnen und Spieler an den Start gehen. Djokovic hatte zuletzt seine Teilnahme am ATP Cup abgesagt und bis zuletzt auch seinen Melbourne-Trip offen gelassen. “Ich habe in der Pause großartige Qualitätszeit mit meinen Lieben verbracht und heute fliege ich nach ‘down under’ mit einer Ausnahmegenehmigung. Let’s go 2022”, schrieb Djokovic auf Instagram.

Knapp zwei Wochen vor dem Auftakt des ersten Saison-Majors enden damit die monatelangen Spekulationen um die Teilnahme des Topstars. Die Ausnahmeerlaubnis sei nach strenger Überprüfung, an der zwei unabhängige Expertengremien beteiligt waren, erteilt worden, teilten die Veranstalter mit. Es seien faire und strenge Vorschriften für die Bewerbungen für medizinische Ausnahmen eingeführt worden, damit die Australian Open “sicher und angenehm für jeden seien”, sagte Turnierdirektor Craig Tiley. Zentraler Punkt sei, dass die Entscheidungen von unabhängigen Experten getroffen worden seien.

Der neunfache Melbourne-Sieger Djokovic hatte seinen Impfstatus bisher stets offen gelassen. Mit seiner Ankündigung wirft der Topstar nun neue Fragen auf: Warum stellt er eine Ausnahme dar? Warum ermöglichen die Veranstalter ihm – offenbar auch als wohl Ungeimpftem – die Chance auf die Titelverteidigung? “Wir würden Novak liebend gern hier sehen, aber er weiß, dass er geimpft sein muss, um zu spielen”, hatte Turnierdirektor Tiley noch im November gesagt. In den Bestimmung der australischen Behörden steht u.a. ein “akuter größerer medizinischer Zustand” als Begründung für eine Ausnahmeregelung.

Djokovic wird in Melbourne versuchen, zum zehnten Mal die Australian Open für sich zu entscheiden. Mit seinem 21. Grand-Slam-Titel würde er zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen. Momentan teilt er sich die Bestmarke mit seinen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal.

Der 40-jährige Federer pausiert noch immer aufgrund seiner Knieprobleme, der Spanier Nadal will nach einem positiven Corona-Test kurz vor Weihnachten antreten. Österreichs Topstar Dominic Thiem hat für den ersten Saison-Höhepunkt abgesagt.

Von: apa

Kommentare

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7 Kommentare auf "Djokovic dank Ausnahmeregelung bei Australian Open dabei"


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faif
faif
Superredner
17 Tage 22 h

das finde ich einen sehr großen fehler!

Doolin
Doolin
Kinig
17 Tage 20 h

…es ist einfach schön, wenn gleiches Recht für alle gilt…
😜

nuisnix
nuisnix
Kinig
17 Tage 20 h

Wahrscheinlich hat er auch irgendeine Allergie wie die Profiradfahrer…

Konsequenz wäre angesichts vieler Impfverweigerer/skeptiker und des festgefahrenen Verhältnisses der beiden “Lager” wohl besser gewesen als das Aushängeschild im Turnier.

Möge er nicht infiziert zurückkommen – ansonsten würden sie wohl in Erklärungsnot kommen…

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
17 Tage 12 h

@nuisnix..👍 bei den “Apotheken Rundfahrten” der 🚲 Profis sind die “Asthma Erkrankungen” normal…🙈

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
17 Tage 14 h

Bei den allermeisten Lex “sowieso” ist der Schuss nach hinten losgegangen, aber Pecunia non olet

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
17 Tage 1 h

Der (Profi)–Sport macht sich bzw. ist schon unglaubwürdig.
Das passt doch genau ins das jämmerliche Bild, das das IOC mit der Vergabeder Spiele nach Peking von sich gibt. Insbesondere dieser unsägliche Herr Bach.

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
16 Tage 18 h

@pfaelzerwald…im Profisport zählt halt, wie bei fast allen beruflichen Tätigkeiten, das Geld. Wer arbeitet schon nur aus Passion ? Ich kenne Niemanden. Aber bei den sehr gut bezahlten Profi 🎾 Spielern, die noch dazu Familie und teilweise Kinder zu Hause haben, wäre es ein “Zeichen”, bei so einer Veranstaltung, wie demnächst in Australien, nicht zu spielen. Auch aus Solidarität zu den Bürgern Australiens, die bereits den VIERTEN LOCKDOWN “genießen”….

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