Zverev hatte zum Auftakt wenig Mühe

Djokovic gegen Außenseiter Rune gleich mit Satzverlust

Mittwoch, 01. September 2021 | 14:07 Uhr

Überraschende Startschwierigkeiten hat Novak Djokovic am Dienstag in seinem ersten Match bei den mit 57,5 Mio. Dollar dotierten US Open gehabt. Der 34-jährige Serbe machte dann aber gegen den krassen Außenseiter Holger Vitus Nodskov Rune aus Dänemark doch den ersten von sieben nötigen Schritten zum Kalender-“Grand Slam”. Djokovic siegte gegen den 18-Jährigen 6:1,6:7(5),6:2,6:1. Und unterließ danach die übliche Geste ans Publikum, das alles andere als hinter ihm gestanden war.

“Es war sicherlich nicht meine beste Leistung”, sagte Djokovic, der bei den US Open noch nie in der ersten Runde verloren hat. “Nach dem zweiten Satz ging es einfach darum, dran zu bleiben. Und das habe ich getan”, sagte der Weltranglisten-Erste. Im vergangenen Jahr war der “Djoker” in New York im Achtelfinale disqualifiziert worden, weil er im Frust eine Linienrichterin mit einem Tennisball abgeschossen hatte.

Rune zahlte für seinen gewonnenen Satz einen hohen Preis, weil er ab Mitte des dritten Durchgangs von Krämpfen im Oberschenkel gequält war. Das Publikum feuerte den Dänen mit “Rune, Rune”-Rufen an, der ohnehin immer um Anerkennung ringende Djokovic fasste das nicht so gut auf. Die übliche Geste, in dem er sozusagen sein Herz in die vier Stadion-Richtungen schickt, ließ er weg.

“Ich wusste nicht, was sie skandiert haben. Ich dachte sie haben gebuht. Es war keine ideale Atmosphäre für mich”, so Djokovic. Djokovic bekommt es in der zweiten Runde nun mit Tallon Griekspoor zu tun. Der Niederländer setzte sich überraschend gegen Jan-Lennard Struff mit 2:6,7:6(3),4:6,6:4,7:5 durch.

Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev ist mit einem souveränen Erstrunden-Auftritt in die US Open gestartet. Gut vier Wochen nach seinem Gold-Coup von Tokio und eine Woche nach seinem Turniersieg in Cincinnati gewann der 24-jährige Deutsche am Dienstag in der 1. Runde des Hartplatz-Grand-Slam-Turniers gegen den US-Amerikaner Sam Querrey 6:4,7:5,6:2. Zverev fixierte seinen zwölften Matchsieg in Folge, der war im Arthur-Ashe-Stadium schon nach 1:39 Stunden in der Tasche.

“Das Match war okay. Eine erste Runde gegen einen Spieler, der auf Hartplatz extrem gefährlich ist. Deshalb bin ich zufrieden mit dem Dreisatz-Sieg”, sagte der Weltranglisten-Vierte im Eurosport-Interview. Gegen Querrey entschied Zverev auch das dritte direkte Duell ohne Satzverlust für sich.

Und das, obwohl er mit den Bällen nicht zufrieden war. “Man hat das Gefühl, dass die Bälle in einem Kühlschrank liegen. Das sind so richtige Steine, die springen nicht”, gab der Weltranglistenvierte zu Protokoll. Als nächste Hürde wartet der Spanier Albert Ramos-Vinolas. Zverev strebt in New York ein Jahr nach dem verlorenen Finale gegen ÖTV-Star Dominic Thiem seinen ersten Major-Triumph an.

Nicht mehr im Bewerb vertreten ist der Spanier Pablo Carreno-Busta. Die Nummer neun des Turniers zog gegen den US-Amerikaner Maxime Cressy überraschend nach Zwei-Satz-Führung in einem Krimi mit 7:5,6:4,1:6,4:6,6:7(7) den Kürzeren.

Für den Thriller des Tages sorgten der Italiener Andreas Seppi und der Ungar Marton Fucsovics. Der 37-jährige Seppi setzte sich nach gut vier Stunden Spielzeit mit 15:13 im Tiebreak des fünften Satzes durch. Seppi verwertete seinen sechsten Matchball und ließ sich danach auf den Rücken fallen, nachdem er zuvor fünf Mal nur einen Punkt vor dem Aus gestanden hatte. Seppi bestreitet am US Open sein 65. Grand-Slam-Turnier in Folge.

Wie Zverev bei den Männern startete auch bei den Frauen die Olympiasiegerin siegreich. Die als Nummer elf gesetzte Schweizerin Belinda Bencic, die 2019 in New York im Halbfinale gestanden war, behielt gegen die Niederländerin Arantxa Rus mit 6:4,6:4 die Oberhand und bekommt es nun mit der Italienerin Martina Trevisan zu tun.

Ebenfalls ohne Satzverlust stieg die Weltranglistenerste Ashleigh Barty ins Geschehen ein. Die australische Wimbledon-Siegerin feierte gegen die Russin Vera Swonarewa einen 6:1,7:6(7)-Erfolg. Barty hatte vor gut einer Woche in Cincinnati triumphiert und gilt als Top-Favoritin auf den Titel.

Von: APA/dpa/Reuters/sda

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