Djokovic hatte zu kämpfen

Djokovic und Nadal mühevoll im Madrid-Achtelfinale

Mittwoch, 10. Mai 2017 | 22:11 Uhr

Titelverteidiger Novak Djokovic hat am Mittwoch seine erste Hürde beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid nur mit großer Mühe genommen. Der als Nummer zwei gesetzte Serbe rang in seinem ersten Match nach der Trennung von seiner gesamten Betreuer-Crew den Spanier Nicolas Almagro nach 2:15 Stunden mit 6:1,4:6,7:5 nieder.

Djokovic musste dabei einen 0:3-Rückstand im entscheidenden Satz aufholen. Der Serbe versucht rechtzeitig für die French Open, wo er ebenfalls Titelverteidiger ist, doch noch in Form zu kommen. Er ist seit seinem Titel in Doha zu Saisonbeginn bei vier Turnieren nicht über das Viertelfinale hinausgekommen.

Auch Sandplatz-“König” Rafael Nadal hatte bei seinem ersten Auftritt beim Masters-1000-Turnier in Madrid mehr Mühe, als ihm lieb war. Der Mallorquiner setzte sich erst nach 2:57 Stunden gegen den Italiener Fabio Fognini (ATP-29.) mit 7:6(3),3:6,6:4 durch.

Dominic Thiem trifft im Achtelfinale auf den Bulgaren Grigor Dimitrow. Der als Nummer 12 gesetzte Bulgare besiegte am Mittwochabend den 38-jährigen Aufschlag-Riesen Ivo Karlovic mit 6:3,7:5. Thiem trifft am Donnerstag (3. Spiel nach 14.00 Uhr/live Sky) auf den Weltranglisten-Zwölfen.

Die beiden stehen einander zum insgesamt dritten Mal gegenüber, die Bilanz steht 1:1. Thiem hatte im Vorjahr im Viertelfinale von Acapulco auf Sand mit 7:5,6:2 die Oberhand behalten, im vergangenen Jänner musste sich der 23-jährige Niederösterreicher dem bald 26-jährigen Rechtshänder im Viertelfinale von Brisbane mit 3:6,6:4,3:6 beugen.

Für Nadal war es das erste Match seit dem Finalsieg über Dominic Thiem in Barcelona. Der 30-jährige Weltranglisten-Fünfte, der zuvor auch das 1000er-Turnier in Monte Carlos gewonnen hatte, hält nun bei elf Siegen en suite. Nadal erklärte, dass er sich nach seiner Ohrenentzündung, die eine Verlegung des Spiels auf Mittwoch veranlasst hatte, immer noch “komisch” fühle. Zu seiner Leistung hatte der Spanier eine klare Aussage parat: “Ich habe nicht schlecht gespielt: Ich habe sehr schlecht gespielt.”

Der neunfache French-Open-Sieger trifft nun im Achtelfinal-Schlager auf den australischen Jungstar Nick Kyrgios, dem aktuell 20. im ATP-Ranking. Der 22-Jährige hat 2017 immerhin schon zwei Siege über Novak Djokovic zu Buche stehen. Zudem konnte er in Indian Wells (w.o. vor dem Viertelfinale gegen Roger Federer) und im Miami-Semifinale (6:7 im dritten Satz gegen Federer) schon viele Punkte sammeln.

Ebenfalls einen Satz abgeben musste die Nummer 6 des mit 6,4 Mio. Euro dotierten Events, Kei Nishikori. Der Japaner setzte sich nach einem Fehlstart gegen Diego Schwartzman (ARG) mit 1:6,6:0,6:4 durch.

Kitzbühel-Starter David Ferrer profitierte von einer leichten Schulterverletzung von Jo-Wilfried Tsonga. Der als Nummer 10 gesetzte Franzose konnte zum Zweitrundenmatch gar nicht antreten. In zwei Sets kamen Milos Raonic (CAN-5) und der nach dem Ableben seines Großvaters emotional angeschlagene Nick Kyrgios (AUS-16) ins Achtelfinale.

Bei den Damen hatte sich kurz zuvor die Nummer eins des Damen-Turniers verabschiedet: Angelique Kerber gab gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard beim Stand von 3:6,0:5 wegen einer Verletzung am linken Oberschenkel auf. Kerber wird aber dennoch am Montag die Führung im WTA-Ranking von der schwangeren Serena Williams (USA) übernehmen.

Bouchard hatte in Runde zwei nach einem emotionsgeladenen Thriller Maria Scharapowa (RUS) ausgeschaltet. Die ungesetzte 23-Jährige ist aktuelle Nummer 60 der Welt und trifft im Viertelfinale auf die als Nummer 8 gesetzte Russin Swetlana Kusnezowa.

Von: apa