Zum Saisonabschluss gab es für Thiem einen Sieg

Dominic Thiem ist “glücklich” mit seinem Tennis-Jahr 2018

Freitag, 16. November 2018 | 11:28 Uhr

Der ohnehin kurze Urlaub beginnt für Dominic Thiem ein bisschen früher als geplant: Eigentlich wollte der 25-jährige Niederösterreicher bei den ATP Finals in London erstmals die Gruppenphase überstehen. Doch der 6:1,6:4-Sieg über Kei Nishikori im letzten Round-Robin-Match kam letztlich zu spät. Die Bilanz Thiems, der die Saison wohl als Nummer 8 abschließen wird, kann sich dennoch sehen lassen.

Mit 54 Siegen bei 20 Niederlagen beendet Thiem seine fünfte volle Saison auf der Kräfte raubenden ATP-Tour. Sein erstes Grand-Slam-Finale bei den French Open, Turniersiege in Buenos Aires, Lyon und sein erster Indoor-Titel in St. Petersburg sowie das Endspiel beim Masters-1000 in Madrid, erstmals ein Viertelfinale bei den US Open und im Finish das 1000er-Halbfinale in Paris-Bercy. All das hat Thiem zum dritten Mal en suite zum Masters gebracht.

“Ich bin mit 2018 glücklich. Es war mein bisher bestes Jahr und ich habe die meisten Punkte in meiner Karriere gemacht”, konstatierte Thiem letztlich zufrieden. “Ich habe bei den Grand Slams gut gespielt, das einzige schlechte waren die Masters-1000, auch wenn das Semifinale in Paris-Bercy alles ein bisschen besser gemacht hat.” All dies motiviere ihn sehr, “für das nächste Jahr hart zu arbeiten und noch besser zu performen”.

Ziele gibt es noch viele, der erste Grand-Slam-Titel ist für Thiem “das ultimative Ziel”. “In Roland Garros zu gewinnen, ist ein Kindheitstraum und natürlich wäre das toll, wenn der Traum wahr werden würde.” Thiem will sich aber diesbezüglich nicht auf 2019 festlegen. “Ich glaube, dass ich zumindest acht bis zehn mehr Jahre habe. Es ist nicht nötig, dass es nächstes Jahr passiert”, erklärt er und fügte hinzu, “aber es würde mich sehr freuen, wenn ich bei den 1000ern besser spielen würde, weil ich dort die meisten Punkte holen könnte.”

Auf dem Programm steht für den elffachen Turniersieger nun einmal ein bisschen Ausspannen. Eine Woche auf den Malediven ist nicht lang, reicht Thiem aber. Dann hat er noch ein paar Tage zu Hause, ehe es vom 1. bis 21. Dezember auf Teneriffa wieder mit beinhartem Training weitergeht. Als fast wichtigsten Teil der Saison bezeichnet der Lichtenwörther die Saisonvorbereitung.

Woran er am meisten arbeiten wird? “Das Wichtigste bei mir ist immer noch der Aufschlag und der Return, vor allem auf Hartplatz. An dem werde ich auch richtig arbeiten. Das sind die zwei Sachen, die ich am intensivsten angehe”, stellte Thiem fest. Es sei auch völlig normal, dass er ein wenig von seinem Fitnesslevel verloren hat. Weitere Punkte sind “noch mehr Schlagsicherheit, noch mehr Tempo.”

Auf Teneriffa wird Thiem mit Dennis Novak, Sebastian Ofner, und u.a. (nicht die ganzen drei Wochen) mit David Goffin, Philipp Kohlschreiber und Jan-Lennard Struff trainieren. Auch Bruder Moritz macht die Vorbereitung auf der größten kanarischen Insel wieder mit.

Das Turnierjahr 2019 beginnt für Thiem wie in diesem Jahr in Doha, seinem einzigen Vorbereitungsturnier auf die Australian Open. Dann folgt der Heim-Davis-Cup in Salzburg gegen Chile.

Ein Jahr darauf wird dann erstmals der ATP Cup, ein wiederbelebter, aber weit größer aufgezogener Teambewerb der ATP gleich zu Jahresbeginn in Australien ausgetragen. Thiem kann dem viel abgewinnen, nicht zuletzt wegen der bis zu 750 ATP-Punkte, die es zu gewinnen gibt. “Der Termin ist gut und in Australien, eine gute Sache. Wenn ich mit Dennis (Novak) oder ein paar anderen Österreichern spielen kann, macht das richtig Spaß und ist sicher eine gute Vorbereitung für Melbourne.”

Thiem verdiente, noch vor Zuteilung von Bonustopf-Zahlungen per Jahresende, auch wieder eine gewaltige Preisgeldsumme. Brutto 4,557 Mio. US-Dollar (4,03 Mio. Euro) hat er damit lukriert und sein Karriere-Preisgeld auf rund 14,132 Mio. Dollar geschraubt.

Von: apa

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