Das Red-Bull-Team hat sich viel vorgenommen

“Doppelpodium” als Red-Bull-Ziel für Heim-GP in Spielberg

Donnerstag, 28. Juni 2018 | 07:00 Uhr

Red Bull Racing hat sich für das Formel-1-Heimrennen in Spielberg viel vorgenommen. “Mein dritter Saisonsieg nach China und Monaco wäre natürlich wunderbar”, betonte der aktuelle WM-Dritte Daniel Ricciardo, der am Sonntag (Start: 15.10 Uhr/live ORF eins) seinen 29. Geburtstag feiert. Und dem Team wäre natürlich ein “Doppelpodium” am liebsten, wie Motorsport-Berater Helmut Marko ergänzte.

“Ich Erster, Max Zweiter”, meinte Ricciardo spitzbübisch in Richtung seines Teamkollegen Max Verstappen, für den der neunte Saisonlauf eigentlich ein doppeltes Heimrennen ist, werden doch “19.000 Fans” aus seiner niederländischen Heimat zum Österreich-Grand-Prix erwartet. “Das ist sehr schön”, sagte der 20-Jährige, der vor zwei Jahren in Spielberg schon Zweiter war.

Im Vorjahr gab es erneut eine Red-Bull-Podestplatzierung im Murtal, als Ricciardo hinter dem finnischen Sieger Valtteri Bottas im Mercedes und dem deutschen Ferrari-Star Sebastian Vettel Dritter wurde. “Der oberste Platz auf dem Podium fehlt uns noch, hoffentlich nur noch bis Sonntag”, bekräftigte der 28-jährige Australier.

Da Noch-Motorpartner Renault dem Red-Bull-Team laut Marko “erstmals eine Art Quali-Modus” zur Verfügung stellt, sollte mit “zusätzlichen drei Zehnteln” zumindest die zweite Startreihe für Ricciardo und Verstappen rausschauen. Ein “freundliches Gespräch” in Frankreich habe diesen Vorteil für das Heimspiel gebracht, verriet Marko mit ironischem Unterton, warum Renault nun diese Qualifying-Zusatzpower auch dem Kundenteam, das ab kommender Saison zu Honda wechselt, zur Verfügung stellt.

Aufgrund der langen Geraden war seit dem Comeback des Österreich-Grand-Prix bisher immer ein Mercedes-Pilot erfolgreich. Diesmal könnte die “Silberpfeil”-Power aber verpuffen, da auf dem Red Bull Ring mit dem sogenannten Hypersoft-Reifen gefahren wird. “Mit dem ist es Mercedes bisher nicht so gut gegangen, deshalb haben wir berechtigte Hoffnung, dass wir diesmal ganz nah dran und vorne dabei sein können”, erläuterte Marko.

Der Österreich-Grand-Prix ist der zweite Teil eines sogenannten “Triple-Header”, da die Rennen in Frankreich, Spielberg und nächste Woche in Großbritannien im Wochenrhythmus stattfinden. “Das ist gut so. Ich habe das mein ganzes Leben gemacht, das war schon im Gokart so”, betonte Verstappen. Auch Ricciardo mag diesen dichten Zeitplan. “Ich hätte lieber mehr Rennen und weniger Blödsinn. Da bleibt man im Rhythmus”, erklärte der 28-jährige Australier.

Für die Teamlogistik ist es dagegen eine besondere Herausforderung. “Für die Fahrer der Transportfahrzeuge und die Mechaniker ist das eine wesentlich stärkere Belastung, die sind am Limit”, sagte Marko. Red Bull verwendet deshalb beim Heim-Grand-Prix auch die “Energy Station” der Motorrad-Königklasse MotoGP, da die originale direkt von Le Castellet nach Silverstone gebracht wurde.

Marko war auch froh, dass das Rennen in Frankreich mit den Plätzen zwei (Verstappen) und vier (Ricciardo) für die “Roten Bullen” unfallfrei verlief. “Gott sei Dank sind wir ohne Crash durchgekommen und mit den Ersatzteilen im Plan. Ich hoffe, das bleibt so”, lautete ein weiterer Wunsch des 75-Jährigen für das Rennen in seiner steirischen Heimat.

Von: apa

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