Stöger feierte zweiten Sieg im zweiten Spiel

Dortmund-Sieg bei Stögers Heimdebüt, erster Erfolg für Köln

Samstag, 16. Dezember 2017 | 22:19 Uhr

Trainer Peter Stöger hat mit Borussia Dortmund im zweiten Spiel den zweiten Sieg geholt. Vor heimischer Kulisse sicherte Christian Pulisic am Samstagabend in der deutschen Fußball-Bundesliga mit einem Tor in der 89. Minute den 2:1-(0:1)-Heimerfolg über Hoffenheim. Auch Köln gelang mit neuem Trainer ein Erfolgserlebnis gegen Wolfsburg. Der FC Bayern baute indes seinen Vorsprung in der Tabelle aus.

Das Spiel in Dortmund begann für den BVB nicht optimal. Mark Uth brachte Hoffenheim in Führung (21.), Pierre-Emerick Aubameyang erzielte mit einem vom Österreicher Stefan Posch verursachten Elfmeter aber den Ausgleich (63.). Pulisic sorgte mit seinem späten Treffer für den nächsten vollen Erfolg. Durch das gelungene Heimdebüt von Stöger beendete Dortmund die Hinrunde mit 28 Punkten. Vor den Sonntagspartien lag der BVB auf dem dritten Platz.

Stöger hatte derselben Startformation vertraut, die bei seiner Premiere in Mainz (2:0) eine Negativserie von acht Ligaspielen ohne Sieg beendet hatte. Dortmund erwischte den besseren Start, geriet nach dem 0:1 aber in Bedrängnis. Auch der Ausgleich wirkte nur bedingt befreiend, das Stöger-Team war im Finish das glücklichere. Den Siegestreffer besorgte Pulisic nach Vorarbeit von Kagawa mit links.

“Wir haben etwas Glück gehabt, dass kein zweites Tor für Hoffenheim gefallen ist”, gestand Stöger im TV-Sender Sky. “Die Negativserie (der vergangenen Monate) kann nicht spurlos an den Spielern vorbeigegangen sein.” Sein Team beweise jedoch den Willen, ein Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. “Im Frühjahr wird das eine richtige gute Mannschaft sein”, meinte der Wiener.

Ausgerechnet Stöger fügte seinem Gegenüber Julian Nagelsmann mit seinem Team einen erheblichen Rückschlag zu. Hoffenheims Trainer-Jungstar wird für kommenden Sommer als möglicher Dortmund-Trainer gehandelt. Stögers Vertrag beim BVB läuft vorerst nur bis Saisonende, nachdem der 51-Jährige nach seinem Abgang beim 1. FC Köln vergangene Woche kurzfristig von Peter Bosz übernommen hatte.

Seither geht es für die Dortmunder den Ergebnissen nach bergauf. Vizemeister RB Leipzig und Bayer Leverkusen könnten am Sonntag noch an Dortmund vorbeiziehen. Für das Stöger-Team steht vor Weihnachten noch der Cup-Schlager am Mittwoch (20.45 Uhr/live ORF eins) bei Bayern München auf dem Programm.

Der 1. FC Köln feierte in der 17. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga den ersten Sieg. Der Ex-Club des nunmehrigen Dortmund-Trainers Peter Stöger gewann am Samstag das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 1:0, liegt aber als abgeschlagener Tabellenletzter noch neun Punkte hinter dem Relegationsplatz.

Der FC Bayern mühte sich beim VfB Stuttgart zu einem 1:0 und baute damit den Vorsprung auf den derzeitigen ersten Verfolger Schalke 04 auf elf Punkte aus, weil die “Königsblauen” in Frankfurt nur ein 2:2 erreichten. Augsburg erkämpfte daheim gegen Freiburg im Finish ein 3:3, Werder Bremen kassierte gegen Mainz kurz vor Schluss das Gegentor zum 2:2-Endstand.

Bei den Kölnern gab es nach zuletzt drei Schlappen in Folge im vierten Pflichtspiel unter Neo-Coach Stefan Ruthenbeck erstmals Grund zum Jubeln. Das Gold-Tor zum Sieg, der in der Schlussphase noch gehörig wackelte, erzielte Christian Clemens in der 67. Minute.

Mit dem gleichen Resultat beendeten die Bayern ihre Hinrunde. Den entscheidenden Treffer erzielte der eingewechselte Thomas Müller in der 79. Minute. In der 94. Minute scheiterte Stuttgarts Chadrac Akolo mit einem Penalty am Münchner Goalie Sven Ulreich. Bei den Siegern wurde David Alaba möglicherweise im Hinblick auf den Pokal-Schlager am Mittwoch in München gegen Dortmund erst in der 84. Minute auf den Platz geschickt.

Sein Landsmann Guido Burgstaller war beim 2:2 nach 0:2-Rückstand gegen Eintracht Frankfurt Assistgeber der beiden Schalke-Tore durch Breel Embolo (82.) und Naldo (95.). Beim zweiten Tor lieferte der Kärntner die Vorlage eher unfreiwillig und stand dabei möglicherweise im Abseits. Burgstaller spielte durch, Alessandro Schöpf vergab in der ersten Hälfte eine gute Chance und wurde in der 81. Minute ausgetauscht.

Einen absoluten Sitzer ließ Michael Gregoritsch aus. Der ÖFB-Teamspieler schoss in der 9. Minute beim Stand von 1:0 für seinen FC Augsburg daheim gegen Freiburg aus wenigen Metern über das leere Tor. In der Folge gingen die ohne den verletzten Philipp Lienhart angetretenen Gäste mit 3:1 in Führung. Doch Augsburg schaffte durch einen Doppelschlag in der Nachspielzeit von Alfred Finnbogason, der bereits nach wenigen Sekunden zum 1:0 getroffen hatte, noch das 3:3. Gregoritsch leistete mit einer idealen Flanke dabei den Assist.

In dieser Partie gab es einen eher ungewöhnlichen Einsatz des Videobeweises. Augsburg war beim Stand von 1:2 ein berechtigter Elfmeter zugesprochen worden. Dann allerdings wurde die Entscheidung zurückgenommen, weil im Vorfeld des Strafstoßes auf Höhe der Mittellinie ein Handspiel entdeckt wurde.

So wie Freiburg verspielte auch Werder Bremen im Finish einen sicher geglaubten Sieg. Die Hanseaten, bei denen Florian Kainz in der 74. Minute ausgewechselt wurde und Zlatko Junuzovic wegen einer Wadenverletzung fehlte, führten bereits nach 17 Minuten mit 2:0, mussten aber Sekunden vor dem Schlusspfiff noch den Ausgleich hinnehmen.

Von: apa