Tadej Pogacar triumphierte bei der Tour de France wie am Vortag

Dritter Etappensieg für Spitzenreiter Pogacar bei Tour

Donnerstag, 15. Juli 2021 | 23:43 Uhr

Tadej Pogacar hat bei der 108. Tour de France einen Doppelsieg in Pyrenäen gefeiert und steht als neuerlicher Gesamtsieger praktisch fest. Einen Tag nach dem Erfolg auf der Königsetappe setzte sich der 22-jährige Slowene am Donnerstag auch auf dem 18. Teilstück von Pau über den Tourmalet zur Bergankunft in Luz Ardiden (129,7 km) souverän durch. Er führt nach dem insgesamt dritten Tagessieg 5:45 Minuten vor Jonas Vingegaard (DEN) und 5:51 vor Richard Carapaz (ECU).

Dreieinhalb Kilometer vor dem Ziel der letzten Bergetappe in 1.715 m Höhe sprengte Pogacar mit einer Attacke die Spitzengruppe, nur vier Fahrer kamen mit. Im Finish konterte der Tour-Dominator einen Angriff des Spaniers Enric Mas und triumphierte wie am Vortag im Gelben Trikot. Mit geballter Faust und einem Blick zurück auf die Rivalen rollte Pogacar über die Linie. Der 24-jährige Vingegaard (Team Jumbo) und Ex-Giro-Sieger Carapaz belegten wie am Vortag die nächsten Plätze.

Nur noch drei Abschnitte, darunter ein Einzelzeitfahren am Samstag, trennen den Radprofi des UAE-Emirate-Teams von der Wiederholung seines Vorjahreserfolgs. Das erste Einzelzeitfahren hatte Pogacar gewonnen, angesichts seines immensen Vorsprungs machte er sich auch keine Sorgen. “Das ist ein Bewerb, der mir liegt. Ich kann es nicht erwarten”, betonte Pogacar.

Der nun sechsfache Tour-Etappensieger führt auch in der Bergwertung und jener des besten Jungprofis. “Es ist unglaublich, wie das läuft für mich. Ich genieße das sehr”, erklärte Pogacar. “Für mich ist das alles nur ein großes Spiel, und ich habe einfach Spaß daran.”

Im Vorjahr hatte er seinem Landsmann Primoz Roglic im letzten Bergzeitfahren noch die Führung entrissen, diesmal machte der jüngste Gewinner eines World-Tour-Rennens schon früh alles klar. Nur ein Missgeschick kann ihn noch stoppen.

Der Däne Vingegaard, der nach dem Sturz und folgendem Ausstieg von Roglic die Nummer 1 in seinem Team war, schlug sich beachtlich. “Ich bin super-super-happy, dass ich den zweiten Platz behalten habe”, sagte der Jumbo-Fahrer. Er habe nicht seinen besten Tag erwischt. “Ich habe gezweifelt, aber ich bin drangeblieben.”

Patrick Konrad, der Etappensieger vom Dienstag, fiel knapp zehn Kilometer vor dem Ziel aus der Gruppe um Pogacar zurück. Er kam als 34. ins Ziel (+6:18 MIn.) und ist Gesamt-26. (+1:22:39 Std.). Der bisher viertplatzierte Rigoberto Uran (COL), der Tour-Zweite von 2017, büßte noch mehr Zeit ein und rutschte aus den Top Ten.

Von: apa

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