Weltranglistenleader Dustin Johnson

Dustin Johnson geht als Favorit in die US Golf Open

Mittwoch, 13. Juni 2018 | 12:35 Uhr

Dustin Johnson spielt bei den 118. US Open der Golfprofis gegen eine Statistik. Nur neun der 32 US Open seit 1986 wurden von Spielern gewonnen, die irgendwann in ihrer Karriere Weltranglistenführender waren. Drei dieser Siege entfallen auf US-Superstar Tiger Woods, zwei auf den Südafrikaner Ernie Els. Der aktuelle Branchenprimus Johnson startet am Donnerstag dennoch als Favorit.

Der 33-jährige Amerikaner zeigte beim letzten Turnier vor dem Major-Event in Shinnecock Hills bei Southampton im Bundesstaat New York eine hervorragende Leistung. Johnson holte sich in Memphis den Sieg und damit die Weltranglisten-Führung wieder zurück. Österreichs Aushängeschild Bernd Wiesberger fehlt in Long Island indes verletzungsbedingt. Sein erster Test mit dem Schläger in der vergangenen Woche förderte anhaltende Handgelenksschmerzen zutage. Matthias Schwab hat auf eine Qualifikation verzichtet.

Johnson durfte bei den US Open schon einmal jubeln. Seinen bisher einzigen Major-Sieg landete er vor zwei Jahren in Oakmont/Pennsylvania. Seine nunmehrigen Hauptkonkurrenten sind Nordirlands Golfstar Rory McIlroy, US-Topspieler Justin Thomas, der Spanier Jon Rahm und vielleicht auch der wiedererstarkte Publikumsliebling Tiger Woods.

Letzterer war in seiner Comeback-Saison bisher erfolgreicher, als viele es ihm zugetraut hatten. Der 42-jährige Ausnahmekönner mit 14 Major-Titeln gewann seit Jänner kein Turnier, aber er absolvierte viele Wettkampfrunden, in denen er an das Können seiner besten Jahre herankam. Dass ihm die Konstanz innerhalb einer Turnierwoche teilweise noch abgeht, kann man ihm nicht verdenken nach fast vier Jahren, in denen er vor allem wegen des lädierten Rückens kaum je richtig spielen konnte.

Es wäre eine wunderbare Geschichte, wenn Woods genau zehn Jahre nach seinem bis heute letzten großen Sieg wieder gewinnen sollte. Im Juni 2008 triumphierte er bei den US Open in Torrey Pines bei San Diego auf denkwürdige Weise. Das verletzte Knie ließ ihn humpeln, aber er rang den Italo-Amerikaner Rocco Mediate nach einer kompletten Stechrunde und einem zusätzlichen Loch nieder, also am 91. Loch.

Die weiteren Favoriten auf den Sieg beim zweiten Major des Jahres haben in dieser Saison mindestens ein Turnier auf der US-PGA-Tour für sich entschieden. Gemeint sind Justin Thomas, Justin Rose, Jason Day, Rory McIlroy und US-Masters-Champion Patrick Reed. Ohne Sieg blieb einzig Jordan Spieth. Der Texaner, der mit 24 Jahren schon drei Major-Titel in seiner Sammlung hat, überzeugte indes mit einer Reihe von Top-10-Klassierungen.

Von: APA/ag.