Die EBEL-Headcoaches freuen sich auf die neue Saison

EBEL startet mit Prestigeduell

Dienstag, 13. September 2016 | 13:10 Uhr

Die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) startet am Donnerstag (19.30/live Sky) mit einem prestigeträchtigen Duell in die neue Saison. Die Partie zwischen den Vienna Capitals und den Black Wings Linz soll die Fans in Eishockeylaune bringen. Am Freitag beginnt Titelverteidiger Red Bull Salzburg in einer Neuauflage des Finales bei Orli Znojmo die Mission EBEL-Titel-Hattrick.

“Es ist das erste Spiel des Jahres. Jeder ist aufgeregt, muss erst seine Nerven unter Kontrolle bekommen. Ich erwarte ein knappes Spiel”, erklärte Neo-Capitals-Trainer Serge Aubin. Beide Teams haben eine Vorbereitung auf Pflichtspiel-Niveau hinter sich. Aus der Champions Hockey League (CHL) verabschiedeten sich beide als jeweils Letzter ihrer Gruppen. “Es war schade, dass wir es nicht in die nächste Runde geschafft haben. Aber das Wichtigste für mich ist: Es lag nicht am Einsatz der Spieler”, erklärte Aubin.

Die Ziele der Wiener sind nach dem Viertelfinal-Aus im Vorjahr und einer enttäuschenden Saison bewusst vorsichtiger formuliert. “Ich habe nur ein Ziel: Täglich besser zu werden”, meinte Aubin. Der Kanadier sieht Titelverteidiger Salzburg in der Pole-Position auf den Meisterpokal, betont aber: “Es wird auf die Konstanz ankommen. Eine Saison ist ein Marathon, kein Sprint.”

Aubin steht damit nicht allein da – das Gros der Trainer sieht auch heuer die Salzburger in der Favoritenrolle. “Der Druck und die Erwartung ist da”, gibt auch Salzburg-Coach Greg Poss zu. Der US-Amerikaner, der ebenfalls in seine erste Saison mit den “Bulls” geht, nimmt die Herausforderung auch aufgrund eines für die EBEL überragenden Kaders an. Die Mozartstädter haben die Dichte an potenziellen Topspielern noch einmal erhöht, mit Bernhard Starkbaum, Rückkehrer Thomas Raffl und Raphael Herberger kamen drei gestandene Teamspieler dazu.

“Es wird darauf ankommen, wie gut wir die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, etwa die Akademie, zu nützen wissen”, meinte Poss. Mitfavoriten wollte der ehemalige Trainer der deutschen Nationalmannschaft keine nennen. Er will sich erst ein genaues Bild von der Liga und den Gegnern machen. Von seiner Mannschaft hat er klarerweise längst ein Zielprofil vor Augen: “Druckvolles und sehr schnelles Umschalten von Defensive auf Offensive” lautet das Credo.

Der Meister, der sich als einziger Vertreter in der CHL in die Runde der letzten 32 spielte, hat zu Beginn das schwierige Gastspiel in Znaim vor der Brust. Es gäbe leichtere Partien, als bei Orli Znojmo zu starten, betonte Poss. Znojmo hat aber einige namhafte Abgänge – darunter Goalgetter Colton Yellow Horn – zu verkraften. Aus der CHL verabschiedeten sich die Tschechen punktlos.

Der KAC startet mit einem Heimspiel gegen Fehervar. Die Klagenfurter haben nach einer Katastrophen-Saison ihren Kader umgebaut und mit nur vier Legionären im Angriff ein Bekenntnis zum österreichischen Weg abgegeben. “Das ist unser Weg, unsere Philosophie”, sagte Neo-Coach Mike Pellegrims. Obwohl der Belgier ein System, “aufgebaut auf viel Laufbereitschaft und viel Kampf” spielen lassen will, verzichtet er selbst auf eine Kampfansage an die Konkurrenz. “Es gibt viele Bereiche, wo wir uns noch verbessern müssen”, erklärte der Trainer und nannte explizit die zuletzt fehlende Aggressivität vor beiden Toren.

Erzrivale VSV hat zum Auftakt beim Ljubljana-Gastspiel eine kurze Anreise. Für eine lange Saison sollen gleich elf Import-Spieler sorgen. Dornbirn empfängt Graz, die Innsbrucker Haie wollen ihre guten Leistungen in der Vorbereitung nun auch unter Pflichtspiel-Bedingungen beim “Tiroler-Duell” gegen HCB Südtirol, den EBEL-Meister von 2013/14, unter Beweis stellen.

Von: apa

Bezirk: Bozen

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