Gastgeber war für Österreichs Nachwuchs zu stark

EM-Aus für Österreichs U19 nach 0:3 gegen Deutschland

Sonntag, 17. Juli 2016 | 22:50 Uhr

Österreichs U19-Fußballteam ist bei der EM-Endrunde in Deutschland ausgeschieden. Im letzen Gruppenspiel setzte es am Sonntagabend gegen Gastgeber Deutschland eine 0:3-Niederlage. Ein Unentschieden hätte Österreich zum Play-off-Spiel um einen Platz bei der U20-WM gereicht, ein Sieg den Halbfinaleinzug bedeutet. Mit dem Erfolg sicherte sich Deutschland den Play-off-Platz.

Ins Halbfinale zogen Italien und Portugal ein, die sich im Parallelspiel mit 1:1 trennten. Österreich begann vor 13.328 Zuschauern in Reutlingen sehr vorsichtig, legte Wert auf die Defensive und versuchte mit schnellen Gegenstößen zum Erfolg zu kommen. Offensiv gelang aber wenig, ein Kopfball von Innenverteidiger Stefan Posch nach einer Ecke war die einzige Ausbeute (14.). Deutschland bestimmte zwar das Spiel, kam aber ebenfalls kaum zu zwingenden Chancen.

Nach der Pause gab es etwas mehr Torszenen. Zunächst köpfelte Verteidiger Maximilian Wöber nach einer Ecke knapp am Tor der Deutschen vorbei (47.), wenig später waren die Hoffungen des ÖFB-Nachwuchses auf das EM-Halbfinale aber so gut wie begraben. In der 50. Minute brachte Verteidiger Phil Neumann von Schalke 04 die Deutschen nach einer Freistoß-Flanke aus kurzer Distanz in Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Stürmer Cedric Teuchert von Nürnberg per Kopf auf 2:0.

Österreich musste nun offensiver werden, die besseren Chancen hatte aber Deutschland. Die DFB-Elf setzte mit dem 3:0 durch Gökhan Gül (87.) per Kopf auch den Schlusspunkt. In der 89. Minute vergab Philipp Malicsek aus kurzer Distanz noch die beste Chance des Spiels auf ein Tor von Österreich.

Für Österreichs Teamchef Rupert Marko waren vor allem Defizite im körperlichen Bereich entscheidend für das Ausscheiden seiner Elf. “Ich möchte Deutschland zum Sieg gratulieren, sie haben verdient gewonnen. Wir waren heute leider nicht in der Lage dagegenzuhalten, vor allem im körperlichen Bereich. Man hat gemerkt, dass wir im dritten Spiel körperlich nicht mehr zulegen konnten. Viele Spieler kommen bei den Vereinen nicht regelmäßig zum Einsatz oder spielen noch in der U19. Dadurch haben sie nicht diesen Rhythmus und diese Dynamik. Die Spieler haben gesehen, dass sie im Bereich der Physis weiter an sich arbeiten müssen”, sagte Marko.

Von: apa