Hoffen auf Wetterbesserung

Erster Super-G der Damen in Sotschi abgesagt

Samstag, 02. März 2019 | 12:16 Uhr

Der für Samstag geplante Weltcup-Super-G der Damen in Sotschi ist abgesagt worden. Grund ist der intensive Schneefall über Nacht. Am Sonntag ist im russischen Skigebiet Rosa Khutor ein weiterer Super-G angesetzt, die Wetteraussichten sind für diesen Tag etwas günstiger. Angesetzt ist das Rennen um 8.30 Uhr MEZ.

Ohne Rennen sind damit in Russland schon zwei weitere Weltcupkugeln vergeben worden. Die erste hat sich Mikaela Shiffrin gesichert. Da Petra Vlhova als Technikerin wenig überraschend auf die Speed-Rennen in Russland verzichtet, hat sich Shiffrin im Nachhinein gesehen schon vor knapp zwei Wochen mit ihrem Sieg beim City-Event in Stockholm ihre dritte große Kristallkugel für den Weltcup-Gesamtsieg gesichert. Die am 13. März 24 Jahre alt werdende Amerikanerin hat seit Stockholm 719 Punkte Vorsprung auf Vlhova. Nach Russland sind in Spindlermühle (Riesentorlauf und Slalom) sowie danach beim Finale in Andorra (4 Einzeldisziplinen-Rennen) nur noch insgesamt sechs für die Einzelwertung relevante Rennen im Kalender und damit maximal 600 Punkte zu holen.

Durch die Absage der Sotschi-Abfahrt steht auch fest, dass erstmals seit 2007 (Renate Götschl) die Abfahrts-Gesamtwertung wieder an eine Österreicherin geht. Nicole Schmidhofer kann im letzten Rennen beim Finale in Soldeu nur noch von der 90 Punkte zurückliegenden Teamkollegen Ramona Siebenhofer eingeholt werden, 100 Punkte sind maximal zu holen. Obwohl Siebenhofer damit einen Sieg benötigt, warnte Schmidhofer: “In der Abfahrt bewegt man sich immer auf des Messers Schneide. Ich war noch nie dort und aus ist es erst, wenn das Rennen in Soldeu gefahren ist und wir beide im Ziel sind.”

Schmidhofer war jedenfalls eine der heftigsten Daumendrückerinnen dafür, dass in Sotschi am Ende wenigstens ein Super-G stattfinden kann. In dieser Disziplin ist die Steirerin mit 47 Punkten Rückstand auf Shiffrin sowie 15 hinter Tina Weirather (LIE) Dritte und hat damit ebenfalls noch Chancen auf Kristall. “Natürlich ist der Super-G für mich hier das Wichtigere, weil Mikaela nicht da ist. Es wäre eine Möglichkeit, Punkte aufzuholen und auch dort um die Kugel mitzufahren”, sagte Schmidhofer.

Eine gewisse Chance auf wenigstens ein Rennen in Rosa Khutor besteht durchaus. Nach tagelangem Schneefall soll am Sonntag erstmals besseres Wetter herrschen, sogar Sonnenschein wird erwartet. Ob die Veranstalter angesichts des anhaltenden Schneefalls – es werden am Samstag weitere 20 Zentimeter erwartet – aber die an vielen Stellen zu weiche Piste tatsächlich noch rennfertig bekommen, ist fraglich.

Am Samstag mussten die Pistenarbeiten wegen einer Lawinenwarnung sogar einmal unterbrochen werden. Ein Problem auf der Oympiastrecke von 2014 ist, dass ein großer Teil der Piste zu flach ist, um den vielen Schnee schonend hinausrutschen zu können. Pistengeräte würden die Rennlinie zerstören. Angesetzt ist der Super-G am Sonntag um 8.30 Uhr MEZ.

Von: apa

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