Roberto Bautista Agut (ESP) warf Andreas Haider-Maurer aus dem Bewerb

Erstrunden-Aus für Haider-Maurer bei Comeback in Wimbledon

Montag, 03. Juli 2017 | 18:56 Uhr

Andreas Haider-Maurer ist bei seinem Comeback auf der großen Tennis-Tour kein Erfolgserlebnis vergönnt gewesen. In der ersten Runde des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon musste sich der Niederösterreicher am Montag dem Spanier Roberto Bautista Agut mit 3:6,1:6,2:6 geschlagen geben.

Mit dem Aus von Haider-Maurer verabschiedete sich auch ein Drittel des Österreicher-Kontingents aus den Einzelbewerben der “All England Tennis Championships”. Der als Nummer acht Dominic Thiem trifft am Dienstag auf den Kanadier Vasek Pospisil, der über die Qualifikation in den Hauptbewerb vorgestoßene Sebastian Ofner auf den Brasilianer Thomaz Bellucci.

Haider-Maurer war nach 19-monatiger Absenz auf die große Tennis-Bühne zurückgekehrt. Zuvor hatte er nach langer Verletzungspause nur drei Antritte bei Challenger-Turnieren in den Beinen. Im Hauptbewerb des dritten Grand-Slam-Turniers des Jahres durfte der 30-Jährige dank “protected ranking” starten. Der als Nummer 18 gesetzte Bautista Agut war dann aber doch eine Nummer zu groß.

Dem auf Rasen starken Spanier gelangen im ersten und zweiten Satz frühe Breaks. Haider-Maurer musste jeweils sein zweites Aufschlagspiel abgeben. Im ersten Durchgang ließ der Waldviertler beim Stand von 2:3 bei Aufschlag Bautista zwei Breakmöglichkeiten ungenutzt. Der Iberer selbst nahm seinem Gegner noch das Spiel zum Satzgewinn ab.

Auch der zweite Set war eine klare Angelegenheit, im dritten schaffte Bautista mit dem Breakgewinn zum 3:2 eine kleine Vorentscheidung. Nach einer mehr als 30-minütigen Regenpause vergab Haider-Maurer die Chance auf das sofortige Re-Break. Game machte er danach keines mehr.

Haider-Maurer erklärte die glatte Niederlage auch mit der mangelnden Spielpraxis nach seiner langen Verletzungspause. “Mir fehlt im Match in wichtigen Momenten die gewisse Sicherheit”, meinte der Niederösterreicher. Dazu sei Bautista Agut ein sehr schwieriger Gegner. “Er fühlt sich auf Rasen total wohl, das ist wahrscheinlich sein bester Boden.”

Haider-Maurer selbst ließ einige Chancen aus. “Das Match war wesentlich enger, als das Ergebnis aussieht”, sagte der frühere Top-50-Spieler, der daher trotz ausgebliebenem Satzgewinn auch Positives aus seinem Comeback mitnehmen will. “Was mir einfach fehlt sind Matches und Siege. Umso mehr ich davon habe, umso schneller werde ich auch wieder dorthin kommen, wo ich schon gestanden bin.”

Bei einem Sturz auf dem bereits rutschigen Rasen zog sich Haider-Maurer eine leichte Daumenverletzung zu. “Das ist aber nicht so dramatisch”, betonte der Waldviertler. Sein Doppel-Einsatz in Wimbledon ist nicht in Gefahr. Der Zukunft blickt er zuversichtlich entgegen. Haider-Maurer: “Ich stehe jetzt irgendwo am Start meiner zweiten Karriere. Ich merke, wie ich mich spielerisch trotzdem Woche für Woche steigere.”

Nach dem Aus im Einzel tritt Haider-Maurer in Wimbledon noch mit dem Georgier Nikolos Basilaschwili im Doppel an.

Von: apa