Der Ryder Cup reist durch die USA

Europa-Team hinterfragt vor Ryder Cup Woods Teilnahme

Freitag, 23. September 2016 | 14:21 Uhr

Eine Woche vor Beginn des Ryder Cups in Chaska im US-Bundesstaat Minnesota ist der Nervenkrieg zwischen den besten Golfern der USA und Europas in vollem Gang. Die Europäer streben ihren vierten Triumph in Serie an. Damit würden sie einen Rekord aufstellen. Mit dabei: Tiger Woods.

Der 14-fache Major-Turniergewinner Tiger Woods ist wegen seiner Rückenprobleme schon mehr als ein Jahr außer Gefecht und wird 2016 nicht mehr spielen. Der amerikanische Ryder-Cup-Kapitän Davis Love bot Woods jedoch als einen seiner vier Vize-Kapitäne auf. Woods soll für den prestigeträchtigen Teamwettkampf gegen die besten zwölf Europäer die Rolle des Taktikers übernehmen.

Für den Engländer Lee Westwood ist vor seiner zehnten Ryder-Cup-Teilnahme in Folge Woods’ Nominierung fragwürdig. Woods selber hatte beim Ryder Cup meistens wenig Erfolg, vor allem in den Doppeln. Die Mitspieler hatten so viel Respekt vor dem alles überragenden Superstar, dass keiner gerne mit ihm spielte.

“Ich kann mir vorstellen, dass es für die Amerikaner kontraproduktiv sein wird, Woods im Team eine Rolle zu geben”, sagte Westwood. Unter all den ich-bezogenen Profis ist Woods vielleicht der egoistischste. Er könnte sich auch nächste Woche in den Vordergrund stellen wollen, obwohl er nicht spielt und deshalb im Hintergrund bleiben müsste.

Westwood kritisierte auch US-Kapitän Love wegen dessen Umgang mit den vier Wildcards. Die ersten drei Wildcards vergab Love an Spieler, die bis heute kein großes Turnier gewonnen haben. Love überging beispielsweise den zweifachen US-Masters-Sieger Bubba Watson, wenngleich dieser der Beste der nicht direkt Qualifizierten war und obwohl er die Nummer 7 der Welt ist. Eine Wildcard ist noch zu vergeben.

Von: APA/sda

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