Gardos und Habesohn sind das heißeste ÖTTV-Eisen im Feuer

Fegerl/Monteiro noch unbesiegt um EM-Titelverteidigung

Montag, 17. Oktober 2016 | 14:59 Uhr

Nach den medaillenlosen Olympischen Spielen von Rio de Janeiro mit zugegeben um einiges stärkerer Konkurrenz soll es bei den Individual-Europameisterschaften von Dienstag bis Sonntag in Budapest für Österreichs Tischtennis-Equipe wieder mit Medaillen klappen. Das war bei den vergangenen 14 EM-Turnieren bzw. seit 1998 so. Stefan Fegerl tritt im Herren-Doppel als Titelverteidiger an.

Mit seinem portugiesischen Gold-Partner Joao Monteiro ist der Niederösterreicher noch unbesiegt, denn außer in ihren fünf Matches im vergangenen Oktober in Jekaterinburg in Russland zu Gold haben die beiden noch nie miteinander gespielt. Ein fast noch heißeres Eisen ist aber das ÖTTV-Paradedoppel Robert Gardos/Daniel Habesohn. Nach ihrem Gold-Gewinn 2012 in Herning holten sie 2013 und 2015 zweimal in Folge Silber. Die Titelverteidiger Fegerl/Monteiro sind als Nummer 1 gesetzt, Gardos/Habesohn als 2.

Das Herren-Einzel geht diesmal erstmals seit langer Zeit ohne Chen Weixing über die Bühne. Der 44-Jährige war schon in der EM-Qualifikation in Hard gegen Dänemark nicht berücksichtigt worden, diesmal kommt der 20-jährige David Serdaroglu zu seinem EM-Debüt. Kurzfristig für seine EM-Premiere absagen musste hingegen der 18-jährige Andreas Levenko wegen einer Verletzung. Gesetzt sind Fegerl als Nummer 7 und Gardos als 21.

Vierter Einzelspieler ist Habesohn, der wie die beiden Youngsters in die Qualifikation muss. ÖTTV-Generalsekretär Rudolf Sporrer kündigte an, dass für Chen für Jänner im EM-Quali-Heimmatch gegen Ungarn ein Abschiedsspiel geplant ist.

In Budapest versucht sich der Top-Verteidiger im Doppel an der Seite des Griechen Konstantinos Papgeorgiou und im Mixed mit seiner Landsfrau Sofia Polcanova. In diesem erstmals seit 2007 im regulären EM-Programm aufscheinenden Bewerb tritt auch Gardos mit Liu Jia an. Die Linzerin hat schon EM-Gold, -Silber und -Bronze im Einzel eingeheimst und ist wieder eine Anwärterin auf einen Podestplatz.

Im Damen-Einzel hat Österreich vier Startplätze, Liu (als 4 gesetzt), Polcanova (18), Amelie Solja (32) und Li Qiangbing (Qualifikation) wurden nominiert. Karoline Mischek wird im Damen-Doppel mit Solja antreten, Polcanova mit Li. Auf Einzel und Mixed konzentriert sich Liu Jia.

“Ich bin sicher, dass die Medaillenserie fortgesetzt wird”, gab ÖTTV-Präsident Hans Friedinger vergangene Woche als Devise für seine Schützlinge aus. “Ich tippe auf zwei, drei Medaillen.” Im Herren-Einzel ist Fegerl reif für einen großen Coup und Daniel Habesohn kommt auch immer besser in Schuss. Gardos kennt schon das Gefühl auf einem EM-Einzelpodest zu stehen.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz