Feller sucht in Madonna wieder den perfekten Schwung

Feller und Co. bei Flutlicht-Hit in Madonna auf Podest aus

Mittwoch, 21. Dezember 2022 | 14:06 Uhr

Nachdem die Speedfahrer am vergangenen Wochenende erstmals in diesem Winter voll angeschrieben haben, will Österreichs alpine Technik-Sparte nachziehen. Im Nachtslalom von Madonna di Campiglio am Donnerstag (17.45/20.45 Uhr/live ORF 1) haben Manuel Feller, Marco Schwarz und Co. Spitzenplätze anvisiert. Nach einem mehr als mauen Vorjahr soll beim Traditionsrennen im Trentino wieder ein Österreicher vom Stockerl lachen. ÖSV-Rennsportleiter Marko Pfeifer strahlte Zuversicht aus.

“In den letzten Jahren waren wir in Madonna nicht gerade stark unterwegs, aber ich habe die Mannschaft gesehen, wie sie fahren. Da bin ich schon zuversichtlich, dass wir ein gutes Rennen haben”, sagte Pfeifer. Die beiden Riesentorlauf-Auftritte seiner Mannschaft in Alta Badia ordnete der Kärntner am vergangenen Wochenende als durchwachsen ein. Beim Flutlicht-Klassiker soll nun wieder ein Schritt nach vorne folgen. Im ersten Männer-Slalom des Winters in Val d’Isere verhinderte ein überlegener Lucas Braathen (NOR) einen Erfolg Fellers.

Der Tiroler fuhr in Frankreich zu unsauber, er gab sich nun kämpferisch. Er habe “den Fokus jetzt zu hundert Prozent auf dem Slalom”, sagte Feller in Alta Badia. Seinem Ausfall im Riesentorlauf konnte der 30-Jährige auch Positives abringen. “Ich habe um einen Lauf mehr Regeneration und habe dadurch vielleicht das Alzerl schnellere Haxn’ im Slalom.”

Auch Schwarz hat sich einiges vorgenommen. “Jetzt kommt eines meiner Lieblingsrennen. Dort war ich schon zweimal (2018, 2015, Anm.) auf dem Podest. Das ist auch das Ziel für morgen. Ich bin in Form, das sollte machbar sein”, hielt der 27-Jährige am Tag vor dem Rennen fest. Gleichsam ist den Österreichern, dass sie ein stimmiges Event erwarten. Tausende werden den engen Kurs wieder säumen.

Feller wurde in Madonna bereits Vierter (2020) und Fünfter (2017), die jüngste Erinnerung ist bei der gesamten rot-weiß-roten Mannschaft allerdings schlecht. 2021 setzte es nach den Ausfällen von Feller und Schwarz das schlechteste Ergebnis im 800-Einwohner-Resort bisher: Michael Matt wurde als bester ÖSV-Fahrer 20. Die Österreicher ärgerten sich damals über die Pistenpräparierung, die ihrer Meinung nach zu wenig eisig ausgefallen war.

Matt ist auch heuer Teil eines achtköpfigen ÖSV-Aufgebots. Neben Matt, Feller und Schwarz stehen auch Fabio Gstrein, Adrian Pertl, Dominik Raschner, Simon Rueland und Johannes Strolz am Start. Am Dienstag hatte das Team frei, Mittwoch wurde noch im Sarntal bei Bozen trainiert. Dort sollen ähnliche Bedingungen wie in Madonna herrschen. Überraschen wie im Vorjahr will man sich heuer nicht lassen.

Hinter Feller und Schwarz setzen die übrigen Österreicher ihre Ziele freilich nicht zu hoch an. Matt ortete im Vergleich zu Val d’Isere, als er den zweiten Durchgang verpasste, einen Schritt nach vorne. “Es müsste merkbar etwas weitergegangen sein”, meinte er. Ergebnisorientiert werde er dennoch nicht fahren. Das “Minimalziel” bleibt für Matt, in der Entscheidung dabei zu sein. Strolz fädelte in Val d’Isere ein. Ein Schicksal, das ihn nach dem ersten Lauf auf Platz elf liegend auch im Vorjahr in Madonna ereilte.

Von: apa

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