Edel-Golfanlage in Dublin, Ohio

Finau im Memorial voran, Österreicher-Trio unter Nachzüglern

Freitag, 17. Juli 2020 | 10:42 Uhr

Der US-Amerikaner Tony Finau hat die schwierigen, windigen Bedingungen am ersten Tag des “Memorial”-Golfturniers in Dublin (Ohio) am besten gemeistert. Nach einer 66er-Runde im Muirfield Village GC führte der 30-Jährige einen Schlag vor seinem Landsmann Ryan Palmer. Das erstmals gemeinsam auf der US-PGA-Tour spielende Österreicher-Trio vergab die Chance auf bessere Platzierungen jeweils im Finish.

Der in den USA lebende Sepp Straka steuerte beim sechsten Turnier nach dem Neustart auf eine weitere starke Runde zu. Doch nach dem Birdie zum Score von zwei unter Par am 15. Loch unterliefen dem 27-Jährigen drei Schlagverluste in Serie. Damit war er in dem 9,3-Millionen-Dollar-Bewerb nur 42., aber mit 73 Schlägen (1 über Par) gleichauf mit 2018-Sieger Bryson DeChambeau (USA). Titelverteidiger Patrick Cantlay (USA) und der Weltranglisten-Erste Rory McIlroy (NIR) brachten hingegen 70er-Runden ins Clubhaus und waren Achte.

Matthias Schwab und Bernd Wiesberger traten erstmals nach der Coronavirus-Zwangspause auf der Tour an, die Wettkampfpraxis im Vergleich mit der Elite der US-PGA-Tour fehlte. Der Steirer war nach einem Bogey am vorletzten Loch 59. (74 Schläge), der Burgenländer rutschte nach Bogeys auf der 12. und 17. Spielbahn noch an die 80. Stelle ab (75). Für den Cut muss man unter die Top 70 kommen.

Schwab hatte um die Schwierigkeit nach der langen Pause gewusst. “Es war nicht einfach, gut zu scoren und mein Spiel war nach der mehr als viermonatigen Turnierpause noch nicht wirklich okay”, sagte der 25-Jährige. Sowohl im langen als auch im kurzen Spiel seien ihm Fehler unterlaufen.

Superstar Tiger Woods rangierte mit 71 Schlägen an der 18. Stelle und präsentierte sich nach fünfmonatiger Pause recht stark. “Ich erwischte einen perfekten Start und bekam ein gutes Gefühl”, sagte der fünffache Gewinner des “Memorial”-Turniers. “Aber ich habe dann gute Chancen auf Birdies nicht genutzt.” Dank eines Schlaggewinns am letzten Loch blieb der 44-Jährige aber doch noch unter Par.

Einige Mitfavoriten vergaben ihre Chance hingegen schon am ersten Tag und mussten um den Cut bangen. Collin Morikawa, der in der Vorwoche ein Turnier auf dem gleichen Platz gewonnen hatte, benötigte 76 Schläge, Xander Schauffele sogar 78. Und der Weltranglisten-Vierte Dustin Johnson (alle USA) erwischte mit 80 Schlägen einen schwarzen Tag.

Von: apa