Janine Flock beim Start

Flock bei Olympia-Generalprobe in Königssee Dritte

Freitag, 19. Januar 2018 | 19:02 Uhr

Skeleton-Pilotin Janine Flock hat ihre Form im letzten Rennen vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang bestätigt. Die 28-jährige Tirolerin fuhr am Freitag beim Weltcup-Finale am Königssee auf Rang drei. Für die zweifache Saisonsiegerin war es der dritte Podestplatz der Weltcup-Saison. Vor einem zwischenzeitlichen Abbruch war sie sogar in Führung gelegen.

Am Ende musste sich Flock in Bayern nur den beiden Deutschen Jacqueline Lölling und Tina Hermann geschlagen geben. Lölling gewann wie im Vorjahr den Gesamtweltcup, Flock landete in der Gesamtwertung auf Rang sechs. Die Österreicherin hatte im November beim Weltcup-Auftakt in Lake Placid und zuletzt vergangenes Wochenende in St. Moritz triumphiert. Bei der Heim-EM in Innsbruck war sie Dritte.

Auch in Königssee war Flock im ersten Anlauf voran, nach Startnummer 13 wurde wegen Schneefalls aber abgebrochen und am Nachmittag neu gestartet. “Es war einfach so viel Schnee in der Bahn, da waren überall kleine Schneehaufen”, erklärte Flock. “Da habe ich mich zwar gut durchgezwirbelt, aber der Abbruch war die faire und richtige Entscheidung. Vielleicht hätte man das Rennen gleich auf den Nachmittag verschieben sollen.”

Nach dem Neustart zeigte Flock zwei konstant starke Läufe. Schon nach dem ersten Durchgang war sie Dritte, im zweiten reichte es zur viertbesten Zeit. Weltmeisterin und Olympia-Favoritin Lölling katapultierte sich vom vierten Zwischenrang ganz nach oben. Am Ende fehlten Flock 0,27 Sekunden auf die vierfache Saisonsiegerin.

“Für mich war wichtig, den Abstand zu den Deutschen zu verkleinern. Das hat gut geklappt”, sagte Flock. “Ich bin froh, dass ich die Weltcup-Saison so positiv abschließen konnte. Ab sofort freue ich mich auf das Highlight dieser Saison.” Sie werde ihre zweiten Winterspiele genießen. Der Sieg von St. Moritz sei bestätigt, meinte Trainer Michael Grünberger. “Ich bin froh, dass wir jetzt zu den Olympischen Spielen fahren. Janine bringt ihre Form aufs Eis.”

Flocks Freund Matthias Guggenberger fuhr zum Weltcup-Abschluss auf Rang acht und beendete die Saison auf dem zehnten Gesamtrang. Der Sieg ging an den Deutschen Axel Jungk, der sich 0,02 Sekunden vor dem Letten Martins Dukurs durchsetzte. Letzterer wurde für St. Moritz (Platz drei) nachträglich disqualifiziert, weshalb es für den Südkoreaner Yun Sung-bin trotz Nichtteilnahme in Königssee noch zum Weltcup-Gesamtsieg reichte.

Von: apa