Janine Flock in der Eisbahn von St. Moritz

Flock feierte in St. Moritz zweiten Weltcup-Saisonsieg

Freitag, 12. Januar 2018 | 14:36 Uhr

Skeleton-Pilotin Janine Flock hat auf ihrer Lieblingsbahn in St. Moritz erneut zugeschlagen. Die Tirolerin feierte am Freitag im Schweizer Nobelskiort ihren zweiten Saisonerfolg. Nach dem Weltcup-Auftaktsieg in Lake Placid im November hatte sie bis auf Rang fünf in Innsbruck keinen Spitzenplatz mehr geschafft. Zuletzt in Altenberg vermied sie nur mit Mühe einen Sturz und wurde nur 20.

Im Natureiskanal von St. Moritz raste sie aber wie schon 2015 und 2016 zu ihrem dritten Sieg. Die Ex-Europameisterin gewann mit Laufbestzeit im ersten Durchgang und der zweitschnellsten Zeit im Finale klar vor der Deutschen Tina Hermann (+0,42 Sek.) und der Kanadierin Elisabeth Vathje (0,45).

Mit ihrem insgesamt fünften Weltcuperfolg tankte die Vizeweltmeisterin von 2016 viel Selbstvertrauen für die Olympischen Spiele im Februar. Vor dem Saisonhöhepunkt steht am kommenden Freitag noch das Weltcup-Finale in Königssee auf dem Programm.

Janine Flock gab an, dass sie nach den zuletzt verpatzten Rennen unter großem Erfolgsdruck gestanden war. “Ich bin sehr glücklich, dass es funktioniert hat. Vor dem Rennen habe ich extrem viel Druck gehabt, ich war extrem nervös und wir haben im Vorfeld wirklich alle hart gearbeitet “, sagte Flock. Das Rennen auf der Naturbahn sei im wahrsten Sinne des Wortes “ein Tanz auf Glatteis” gewesen.

Sie sei erleichtert, dass sie nach ihrem hervorragenden ersten Lauf und der sehr schnellen Zeit von Elisabeth Vathje im Finale noch habe zulegen können. “Es war das erste Saisonrennen, in dem Janine zwei konstant gute Läufe ins Ziel gebracht hat. Sie hat heute die besprochene Linie perfekt umgesetzt. Vor allem die kurzfristige Umstellung in der Schlüsselstelle”, meinte Skeleton-Nationaltrainer Michael Grünberger.

Flock blickt nun schon in Richtung Olympia, vorher will sie sich aber mit einem guten Weltcupfinale in Königssee für die schlechte WM (11.) im Vorjahr rehabilitieren. Im Gesamtweltcup, den weiter die sechstplatzierte Deutsche Jacqueline Lölling anführt, verbesserte sie sich auf Rang acht.

Von: apa