Shiffrin dominiert auch heuer die technischen Disziplinen

Fortsetzung der Jagd auf Shiffrin in Kranjska Gora

Freitag, 05. Januar 2018 | 12:44 Uhr

Der Damen-Ski-Weltcup gastiert am Wochenende in Slowenien, aufgrund von Schneemangel in Maribor wird aber nun in Kranjska Gora um Riesentorlauf- (Samstag) und Slalom-Punkte (Sonntag/jeweils 9.30 und 12.15 Uhr/live ORF eins) gefahren. Die große Gejagte ist erneut Supertechnikerin Mikaela Shiffrin, die nach dem City Event in Oslo und dem Slalom in Zagreb die nächsten Siege im neuen Jahr anpeilt.

Sollte die erst 22-jährige US-Amerikanerin beide Rennen auf dem Podkoren gewinnen, würde sie bereits bei 40 Weltcup-Siegen halten. Nur die Skilegenden Annemarie Moser-Pröll (AUT/41) und Ingemar Stenmark (SWE/40) haben diese Marke vor ihrem 23. Geburtstag geknackt. Das beweist, dass auch Slalom-Serien-Weltmeisterin Shiffrin auf dem besten Weg zu einer Allzeit-Größe ist.

In den bisher 16 Saisonrennen stand die Olympiasiegerin elf Mal auf dem Podest, in sieben Fällen als Siegerin. Shiffrin hält damit schon bei 1.081 Punkten in der Gesamtwertung, die sie überlegen mit 571 Zählern Vorsprung auf die Deutsche Viktoria Rebensburg anführt. Die erfolgreiche Titelverteidigung der großen Kristallkugel sollte damit schon vor den Olympischen Winterspielen in Südkorea (9. bis 25. Februar) auch rechnerisch abgehakt sein.

Für Österreichs Ski-Superstar Marcel Hirscher ist Shiffrin “eine Mega-Skifahrerin. Es ist natürlich für sie ziemlich langweilig im Moment, trotzdem hat sie den Gesamtweltcup jetzt schon gewonnen. Chapeau”, gratulierte ihr der Salzburger bereits in Zagreb vorzeitig zum zweiten Gesamttriumph. “Wie kann man nur so Skifahren und dem Rest so davonsaugen? Das ist schon schwerst beeindruckend und auch klasse, wenn man Rennen dann anschaut. Also mich fasziniert es, weil ich mir denke, das gibt es nicht. Die fährt da ‘schwuppsdiwupps’ ein bisschen hinunter und verbrennt alle Vollgas. Und sie fährt auch so unscheinbar”, merkte Hirscher am Ende seiner Lobeshymne auf Shiffrin an.

Die US-Amerikanerin wiederum bewundert die Leistungen des 28-jährigen Annabergers, der auf dem besten Weg zum siebenten Gesamt-Weltcup-Triumph en suite ist. “Es ist unglaublich, wie er in der Lage ist, so gute Leistungen in jedem Rennen abzurufen. Wenn er im Starthaus steht, weißt du immer, dass er gewinnen oder auf das Podium fahren kann. Er ist immer voll da und bereit”, betonte Shiffrin.

Im Olympia-Winter seien seine Leistungen aber noch bewundernswerter. “In dieser Saison ist es noch spezieller, weil er nach seiner Verletzung so wenig Trainingstage hatte. Trotzdem ist er mit diesen ersten Rennen zurückgekommen. Das war verrückt. Das ist wirklich inspirierend für mich”, erklärte die Gewinnerin von 38 Weltcup-Rennen, die schon ein paar Mal mit Hirscher trainiert hat. “Er ist so professionell, das ist wirklich eine Motivation.”

Während Shiffrin in Slowenien die Chance hat, als erste Skirennläuferin seit der Schweizerin Vreni Schneider (1989) die ersten vier Weltcup-Rennen des Kalenderjahres zu gewinnen, hoffen die Österreicherinnen auf Podestplätze. Im Riesentorlauf warten die ÖSV-Damen seit dem Sieg von Eva-Maria Brem am 7. März 2016 in Jasna auf ein Stockerlresultat. Im Slalom gelang ein solches zuletzt Bernadette Schild, die am 26. November in Killington Dritte wurde.

Brem verzichtet auf einen Start in Kranjska Gora. Das Comeback von Österreichs Sportlerin des Jahres 2016 nach ihrem Schien- und Wadenbeinbruch im linken Bein gestaltete sich zuletzt schwierig, da der 29-jährigen Tirolerin noch die Sicherheit fehlt. Deshalb konzentriert sich die Riesentorlauf-Gesamtsiegerin von 2015/16 derzeit aufs Training. Der nächste Weltcup-Start von Brem ist am 23. Jänner auf dem Kronplatz in Südtirol geplant.

Von: apa

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