Mannschaftsverfolgung bleibt eine Domäne der Briten

Fünfter Olympiasieg für Wiggins – Weltrekord mit Vierer

Samstag, 13. August 2016 | 05:30 Uhr

Mit einer Weltrekord-Show hat der britische Radstar Bradley Wiggins seine fünfte olympische Goldmedaille geholt. Der Tour-de-France-Sieger von 2012 gewann mit dem britischen Vierer bei den Bahnrad-Wettbewerben in Rio de Janeiro in 3:50,265 Minuten das Finale gegen Australien (3:51,008) und verbesserte damit die kurz zuvor aufgestellte Fabelzeit ein weiteres Mal. Bronze ging am Freitag an Dänemark.

Wiggins’ Mitstreiter bei der Mannschaftsverfolgung waren Ed Clancy, Steven Burke und Owain Doull. Durch seine insgesamt achte Medaille bei Olympischen Spielen avancierte Wiggins zum erfolgreichsten britischen Edelmetall-Sammler. Der 36-Jährige übertraf den bisherigen Rekord von Ex-Radfahrer Chris Hoy, der in Rio als TV-Kommentator im Einsatz ist, um eine Medaille.

Seine neugewonnene Ausnahmestellung als erfolgreichster britischer Olympionike wollte Wiggins nicht überbewerten. Es sei “etwas, worüber man den Kindern erzählen kann, wenn sie älter sind”, sagte “Wiggo”, dem der Rekord eigenen Angaben zufolge nicht bewusst war.

Der ehemalige Tour-de-France-Sieger erinnerte sich auch an seine erste Medaille, Bronze in der Teamverfolgung in Sydney 2000. “Ich nahm damals die Bronzemedaille mit und dachte, das war’s. Wenn ich am Montag zur Arbeitslosenvermittlung muss und einen Job bekomme, kann ich immer sagen, ich habe diese Bronzemedaille”, sagte Wiggins.

Nach seinem Sieg bei der Tour de France kehrte Wiggins zum Bahnradsport zurück. “Ich habe die Straßenrennen und das große Geld aufgegeben, bin zurückgekehrt und war wieder nur eine Nummer. Ich musste wieder vom Anfang starten”, erzählte Wiggins. Der Olympiasieg sei nun die Krönung seiner Karriere. “Ich wollte damit aufhören. Ich wollte, dass sie so endet, und nicht bei einem grausigen, kleinen Rennen im Norden Frankreichs, Paris-Tours im Regen”, meinte Wiggins.

Sein letztes Rennen werde die Großbritannien-Rundfahrt sein, kündigte der 36-Jährige an: “Es wird ein schönes Ende für meine Karriere sein, dort wo ich geboren wurde und alles anfing.”

Von: APA/dpa/ag.

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