Ex-DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig

Fußball-Geisterspiele sollen zum “Wohlbefinden” beitragen

Montag, 30. März 2020 | 10:12 Uhr

Die Politik sollte dem Fußball in den schwierigen Zeiten der Coronavirus-Krise eine Sonderstellung einräumen. Dies forderte der langjährige deutsche Bundesliga-Funktionär und frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig in einem Gastbeitrag für das Fachmagazin “Kicker”. Zugleich sprach sich der 56-Jährige in diesem Zusammenhang für die Durchführung von Geisterspielen aus.

Dies könne ein “Beitrag zur Zerstreuung und damit für das Wohlbefinden der Menschen” sein. Auch ein “verpöntes Geisterspiel” könne wieder ein Ereignis sein, “auf das man sich freut und über das geredet wird”, betonte Rettig. “Da kein Zeitpunkt absehbar ist, an dem das normale Leben wieder beginnt, kann bei abnehmenden Restriktionen die Austragung dieser Geisterspiele einen Beitrag zur Zerstreuung und damit für das Wohlbefinden der Menschen leisten.”

Nach Meinung Rettigs sei der “Wirtschaftsbereich Profifußball mit knapp fünf Milliarden Euro Umsatz und ca. 55.000 Arbeitsplätzen gesamtwirtschaftlich gesehen zu vernachlässigen”. Aber auch wenn der Fußball “keinen direkten ökonomischen Beitrag zur Systemerhaltung leistet, gewinnt er durch jeden Tag des derzeitigen Kontaktverbotes und damit einhergehender sozialer Isolation an Bedeutung”.

Von: APA/dpa

Kommentare
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Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
2 Monate 5 Tage

Sektoren, wo 25jährige in kurzen Hosen 5 Millionen verdienen, sollten bei einer Krise etwas weniger rumheulen.

Tanne
Tanne
Superredner
2 Monate 5 Tage

Hört Endlich mit dem Blödsinnigen Fussball auf, in der Krise wo wir uns gerade befinden, da hat das Fussvolk kein Verständnis dafür.

kleinerMann
kleinerMann
Superredner
2 Monate 4 Tage

Die Aussage, wonach Fussball Geisterspiele zum Wohlbefinden beitragen soll ist zur Zeit für jeden eine Watschn ohnes gleichen . . .

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