Fußballerinnen Purce und Rapinoe, flankiert vom Präsidentenpaar

Fußballerinnen warben im Weißen Haus um gleiche Bezahlung

Donnerstag, 25. März 2021 | 06:12 Uhr

US-Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe hat einer Einladung von Trump-Nachfolger Joe Biden und First Lady Jill Biden nach Washington Folge geleistet, um gemeinsam mit Team-Kollegin Margaret Purce für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern zu werben. Trotz ihrer vielen sportlichen Erfolge sei sie abgewertet und nicht respektiert worden, “weil ich eine Frau bin”, sagte Rapinoe am Mittwoch. “Ich werde immer noch schlechter bezahlt als Männer, die dieselbe Arbeit machen.”

Präsident Biden betonte, dass es eine Ehre für ihn und seine Frau sei, die Fußballerinnen sprechen zu dürfen. Das würde sie – das Präsidenten-Ehepaar – in den Augen der Enkelinnen zu “Helden” machen, “kein Witz”. Joe Biden forderte bei dem gemeinsamen Auftritt am Mittwoch im Weißen Haus gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, und er sprach sich für mehr Transparenz bei Gehältern in der freien Wirtschaft aus. “Es gibt keine einzige Sache, die ein Mann tun kann, die eine Frau nicht genauso gut oder besser tun kann”, sagte er.

Der Demokrat Biden hatte die US-Weltmeisterinnen um Superstar Rapinoe bereits im Wahlkampf bei ihrem Kampf um gleiche Bezahlung wie die Männer-Nationalmannschaft unterstützt. Im Mai vergangenen Jahres schrieb der damalige Kandidat auf Twitter: “Gleiche Bezahlung, jetzt. Ansonsten könnt Ihr Euch für eine WM-Finanzierung woanders umsehen, wenn ich Präsident bin.” First Lady Jill Biden berichtete am Mittwoch von ihren Erfahrungen, als Lehrerin trotz derselben Arbeit schlechter bezahlt zu werden als ihre männlichen Kollegen.

Rapinoe hatte bei der Weltmeisterschaft 2019 gesagt: “Ich werde nicht in das beschissene Weiße Haus gehen.” In der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump war die lesbische Fußballerin eine prominente Kritikerin des Republikaners, dem sie Ausgrenzung von Minderheiten vorwarf.

Von: APA/dpa

Kommentare

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6 Kommentare auf "Fußballerinnen warben im Weißen Haus um gleiche Bezahlung"


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giovanocci
giovanocci
Tratscher
23 Tage 9 h

Es gibt halt Berufe mit Männer Domäne…

Aber Wertschätzung verdienen sie alle mal, überhaupt hat sich das Niveau des damenfussball die letzten 10 Jahre extrem verbessert…

Offline
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Universalgelehrter
23 Tage 6 h

verbessert ? Es wurde mehr und mehr dem körperlichen Fußball der Männer angepasst.

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Universalgelehrter
23 Tage 6 h

Ich bin für gleiche Bezahlung von Frau und Mann und….. bei gleicher !!! Leistung. Da der Profisport maßgeblich durch große Sponsoren (mit) finanziert wird, richtet sich das finanzielle Budget der Vereine und Verbände natürlich an diesen Einnahmen.

xXx
xXx
Universalgelehrter
23 Tage 6 h

Im Profifußball gibt es schon längst keine Vereine mehr, das sind alles Wirtschafts Unternehmen. Die Damen generieren im Fußball sehr viel weniger Einnahmen, als die Herren.
Der Leistungsaufwand mag zwar der selbe sein (Training usw.) aber der Umsatz kommt nicht mal annähernd ran.

Diese Forderung birgt also auch große Gefahren. Sollte es eine Regulierung in diese Richtung geben, wird sich so gut wie kein Verein mehr eine Damenmannschaft leisten.

tim rossi
tim rossi
Tratscher
23 Tage 6 h

also vosteh i des richtig… 50% Skill-Levl, 10% Zuschauer und 5% von Sponsorengeld und die Bezoulung söll gleich san? Kommunismus, ödo?

inni
inni
Superredner
23 Tage 6 h
Unterschiedliche Bezahlung gibt es im Sport und insbesondere beim Fußball auch bei Männern. Und zwar nicht nur aufgrund ihres Könnens sondern auch aufgrund der Sportart selbst, also wie sehr die Sportart beim breiten Publikum gefragt ist, und die ist beim Fußball nun mal sehr hoch im Gegensatz zu anderen  Mannschaftsspielen wie Völkerball, Handball, Wasserball usw. Warum Herrenfußballer in der Regel mehr verdienen als Frauenfußballerin hängt davon ab, ob ihre Sportart ein breites Publikum anzieht oder nicht. Das Interesse für Männerfußball ist nun mal ungleich höher als Frauenfußball, den viele nicht mal sehen wollen und das Interesse der Leute ist nicht… Weiterlesen »
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