Der Kolumbianer sprintete Peter Sagan nieder

Gaviria feierte bei Tour-de France-Auftakt Premierensieg

Samstag, 07. Juli 2018 | 17:31 Uhr

Fernando Gaviria hat sich zum ersten Träger des Gelben Trikots im Rahmen der 105. Tour de France gekürt. Der kolumbianische Quick-Step-Profi setzte sich im Zielsprint vor dem dreifachen Weltmeister Peter Sagan durch und feierte nach 201 Kilometern von Noirmoutier-en- l’Ile nach Fontenay-le-Comte bei seiner Tour-Premiere gleich seinen ersten Etappensieg.

Der Topfavorit und vierfache Gesamtsieger Christopher Froome verlor nach einem Sturz rund vier Kilometer vor Schluss ebenso wie Richie Porte und Adam Yates 51 Sekunden. Noch schlimmer erwischte es in einer hektischen Schlussphase Froomes Herausforderer Nairo Quintana, der nach einem Hinterraddefekt 1:15 Minuten auf die Spitze verlor. Froome erklärte im Ziel, er sei froh, dass er nicht ärger verletzt sei. “Man weiß, dass die ersten Tage schwierig sind. Aber das ist leider Teil des Spiels”, meinte der Brite.

Die restlichen Favoriten erreichten das Ziel zeitgleich mit dem Sieger, der sich über zehn Bonussekunden freuen darf. So rollte etwa Sagans Bora-Teamkollege Rafal Majka gefolgt von 2014-Gesamtsieger Vincenzo Nibali als Zehnter über die Ziellinie.

120 Kilometer fuhren die 176 Starter bei strahlendem Sonnenschein entlang der Atlantik-Traumstrände. Vor dem Ziel wurde es dann aber unangenehmer für die Profis: Der Boulevard Duguesclin war eng und winklig, am Ende war ein kleiner, 300 Meter langer Anstieg zu bewältigen. Für Gaviria, der bei seiner Tourpremiere von seinem Team im Finish perfekt in Szene gesetzt wurde, war es ein Traumfinale.

“Das Gelbe Trikot möchte jeder auf der Welt tragen, und ich habe es gleich am ersten Tag meiner Tour-Teilnahme erobert. Vielleicht werde ich es nicht allzu lange behalten. Aber ich werde versuchen, es möglichst lange tragen zu können”, freute sich der zweimalige Bahnweltmeister im Omnium (2015, 2016). Im Vorjahr hatte er vier Etappen des Giro d’Italia für sich entschieden.

Aus dem rot-weiß-roten Trio, dem vornehmlich Helferdienste zugedacht sind, erreichten Sagans Bora-Kollege Lukas Pöstlberger und Michael Gogl (Trek) mit 42 Sekunden Rückstand das Ziel (79.). Gregor Mühlberger (Bora) rollte eineinhalb Minuten nach dem Sieger über die Linie.

Auch auf der zweiten Etappe erhalten die Sprinter am Sonntag in der Vendee nochmals ihre Chance. Das 182,5 km lange Teilstück von Mouilleron-Saint-Germain nach La Roche-sur-Yon ist erneut sehr flach. Am Montag sind weitere Konturen im Gesamtklassement zu erwarten, wenn in Cholet ein 35,5 km langes Mannschaftszeitfahren ausgetragen wird.

Von: apa

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