Melzer stand im Vorjahr im Halbfinale

Gerald Melzer startet in Kitzbühel gegen Argentinier Berlocq

Samstag, 29. Juli 2017 | 16:10 Uhr

Zum zweiten Mal in seiner Karriere trifft Vorjahres-Halbfinalist Gerald Melzer auf den Argentinier Carlos Berlocq. Schauplatz ist am Montag oder Dienstag das mit 540.310 Euro dotierte “Generali Open” in Kitzbühel. Melzer war aber vor dem Auftaktspiel in der Gamsstadt noch beim ATP-Challenger in Cortina im Großeinsatz. Er spielte am Samstag sowohl im Einzel-Halbfinale als auch im Doppel-Finale.

Gegen den im Ranking als 94. gleich 72 Ränge besser liegenden Südamerikaner hat Melzer das bisher einzige Aufeinandertreffen 2014 in der Auftaktrunde in Wien in zwei Sätzen verloren. Der 34-jährige Berlocq hatte sein bestes Resultat in diesem Jahr in der Heimat, als er in Buenos Aires erst im Halbfinale scheiterte. Danach kam er in 13 Turnieren auf der ATP-Tour nicht über die zweite Runde hinaus.

Melzer hat sich zuletzt in Italien in Form gebracht, er hatte auch beim Challenger in Perugia das Halbfinale erreicht. Auf der ATP-Tour war ein Viertelfinale – ebenfalls in Buenos Aires – das Saison-Highlight des 27-jährigen Niederösterreichers.

Am Samstagnachmittag wird der zweite fix im Hauptfeld stehende Österreicher in Kitzbühel erwartet. Kitz-Debütant Sebastian Ofner hatte von der Verletzung von Jürgen Melzer profitiert und statt einer Wildcard für die Qualifikation dessen “Freikarte” für den Hauptbewerb übernommen. Der 21-jährige Steirer bekommt es nach der Samstagmittag erfolgten Auslosung zum Auftakt mit dem Georgier Nikolos Basilaschwili zu tun. Im ersten Aufeinandertreffen mit dem Weltranglisten-62. ist Ofner Außenseiter. Immerhin hat er sich mit einem Viertelfinale beim Challenger in Tampere für Tirol eingeschlagen.

“Das ist sicherlich keine leichte Auslosung für Sebastian. Aber in diesem Feld gibt es keine schwachen Spieler”, weiß auch Turnierdirektor Alexander Antonitsch. Ofner würde im Falle eines Sieges auf den topgesetzten Uruguayer Pablo Cuevas, der in Runde eins ein Freilos hat, treffen. Melzer würde entweder gegen den zweifachen Ex-Kitzbühel-Sieger Robin Haase (NED) oder einen Qualifikanten spielen.

Mit jeweils einem Freilos starten neben Cuevas auch der als Nummer zwei gesetzte Fabio Fognini, dessen italienischer Landsmann und Titelverteidiger Paolo Lorenzi und der Franzose Gilles Simon. Zu einem aus deutscher Sicht interessanten Generationenduell kommt es zwischen Jan-Lennard Struff (GER-6) und dem deutschen Altstar, dem ehemaligen Weltranglisten-Zweiten Tommy Haas. Letzterer ist ja auf “Abschiedstour” und wird mit 39 endgültig den Schläger an den Nagel hängen.

Von den drei Österreichern, die am Samstag in der Qualifikation im Einsatz waren, hat einer die erste Hürde überstanden: Michael Linzer setzte sich gegen den als Nummer 3 gesetzten Polen Jerzy Janowicz mit 6:1,6:4 durch. Hätte auch Jurij Rodionov die Hürde Maximilian Merterer (GER-6) genommen, dann wäre fix ein dritter ÖTV-Spieler im Hauptbewerb gestanden.

Merterer, der den erst 18-jährigen Rodionov mit 7:6(5),6:1 niederrang, ist nun nämlich nächster Gegner von Linzer. Der Zweitrundensieger steht im Hauptbewerb. Für Staatsmeister Lenny Hampel war gegen Santiago Giraldo (COL-2) beim 1:6,2:6 nichts zu holen.

Von: apa

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