Sofia Goggia ist die Top-Favoritin

Goggia nach zwei Bestzeiten Favoritin für Abfahrt in Crans

Freitag, 22. Februar 2019 | 13:13 Uhr

Sofia Goggia hat auch im zweiten Training der Damen in Crans-Montana Bestzeit erzielt. Damit ist die italienische Olympiasiegerin Topfavoritin für die Weltcup-Abfahrt der Damen am Samstag in der Schweiz. Beste Österreicherin war am Freitag erneut Mirjam Puchner, diesmal als Dritte hinter Goggia und Alice Merryweather (USA). Gestartet wird wegen der hohen Temperaturen am Samstag schon um 9.30 Uhr.

Bei erneut Sonnenschein und Temperaturen um die zehn Grad plus gab es wieder enorm viele Torfehler. Schnellste Österreicherin war wie schon am ersten Tag Puchner. Die Salzburgerin, die sich vor zwei Jahren bei der WM 2017 einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hatte, profitiert in der Schweiz von ihre Pistenkenntnis, nachdem sie vergangene Woche in Crans schon im Europacup gestartet war.

“Man kann auch im Video sehen, das es in die richtige Richtung geht. Ich nehme von den Trainings viel Selbstvertrauen mit, konzentriere mich aber komplett auf mich selbst”, sagte die 26-Jährige, der vor drei Jahren in St. Moritz der bisher einzige Weltcupsieg (Abfahrt) gelungen ist. Auch Puchner ist klar: “Zu schlagen gilt es hier in erster Linie Goggia.” Die Italienerin war nach einem Knöchelbruch erste Ende Jänner in den Weltcup eingestiegen.

Die im Abfahrtsweltcup führende Nicole Schmidhofer sowie Verfolgerin Ramona Siebenhofer versuchen in Crans, vorne zu bleiben. Im Training lief es aber für keine der beiden Österreicherinnen optimal. Schmidhofer war am Freitag wieder mit Startnummer eins unterwegs und schlug sich auf der Fahrt die Hand heftig an einer Torstange an. “Ich habe versucht, mehr zu riskieren. Ich bin aber noch immer nicht auf Zug gekommen, da geht noch viel”, gab sich die über ein geschwollenes Handgelenk klagende Steirerin nach Platz 18 und 1,76 Sek. Rückstand selbstkritisch.

Siebenhofer wurde im Abschlusstraining mit fast drei Sekunden überhaupt nur 35. und outete danach Knöchelprobleme. Sie sei schon während der WM in Aare umgeknöchelt, habe dies aber nicht an die große Glocke gehängt, sagte Siebenhofer. “Im Skischuh geht es aber eh noch am besten. Schmerzen habe ich nur außerhalb.”

Von: apa