Olympiasieger Rydzek in der Loipe unwiderstehlich

Greiderer überraschte in Lahti als Achter – Rydzek voran

Sonntag, 04. März 2018 | 16:57 Uhr

Österreichs Nordische Kombinierer haben nach dem ersten Saisonsieg im Teamsprint am Sonntag beim Weltcup in Lahti keinen weiteren Podestplatz nachgelegt. Der Tiroler Lukas Greiderer landete im Einzelbewerb nach einem Sprung und 10 km Langlauf als bester ÖSV-Athlet auf Rang acht – unmittelbar vor seinen am Vortag siegreichen Teamkollegen Wilhelm Denifl und Bernhard Gruber.

Den Sieg holte sich Lahti-Spezialist Johannes Rydzek. Der Deutsche hatte im Vorjahr bei der WM in Finnland viermal Gold geholt. Im Finish verwies er seinen Landsmann Vinzenz Geiger und den Norweger Jörgen Graabak auf die Plätze. Weltcup-Leader Akito Watabe, der nach dem Springen noch geführt hatte, musste sich mit Rang fünf zufriedengeben.

“Es war ein super Tag, mit dem Ergebnis kann ich zufrieden sein”, sagte Greiderer, der die Basis mit Rang neun im Springen gelegt hatte. “Auf der Schanze war das für mich herausragend. Ich hoffe, dass es so weitergeht.” Nach Platz vier im Teamsprint hatte sich der 24-Jährige gegen die kalten Temperaturen eine Strumpfhose gekauft. “Die ist ab jetzt immer dabei.”

Greiderer spielte in der Loipe lange eine gute Rolle. Beim entscheidenden Antritt von Rydzek 1,5 km vor dem Ziel kamen die Österreicher aber nicht mehr mit. Am Ende fehlten Greiderer 11,7 Sekunden auf den Sieger. Es war dennoch sein zweitbestes Weltcupergebnis nach Rang sechs in Hakuba Anfang Februar. Damals hatten aber zahlreiche Olympia-Starter gefehlt.

Franz-Josef Rehrl wurde 13., Mario Seidl landete auf Rang 24. Gruber, der den Teamsprint mit einem fulminanten Schlusssprint entschieden hatte, vergab die Chance auf eine bessere Platzierung als Rang zehn auf der Schanze. “Aber läuferisch geht es mir einfach so gut”, erklärte der Ex-Weltmeister nach der zweitbesten Zeit über die 10 km. “Das Material ist so gut gerutscht, es war unglaublich schön zu laufen.”

Wenn er sich im Springen noch etwas nach vor arbeite, sei viel möglich, meinte Gruber. Nächste Weltcup-Station ist kommendes Wochenende der Holmenkollen in Oslo.

Von: apa