Die Fans des HSV bangen

Hamburger SV kann am Samstag erstmals absteigen

Freitag, 04. Mai 2018 | 15:03 Uhr

Der 1. FC Köln steht als erster Absteiger aus der deutschen Fußball-Bundesliga schon fest. Ansonsten sind vor dem 33. und vorletzten Spieltag noch fünf Vereine gefährdet. Am Samstag kann nur den Tabellenvorletzten Hamburger SV direkt der Befehl zum Abstieg ereilen. Der VfL Wolfsburg kann sich zumindest die Relegation sichern. Peter Stöger steht vor seinem womöglich letzten Heimspiel als BVB-Coach.

Bleibt der HSV gegen Eintracht Frankfurt sieglos und gewinnen die Wolfsburger bei RB Leipzig, ist das Schicksal der Hanseaten besiegelt. Der erste Abstieg des letzten Bundesliga-“Dinosauriers” hieße außerdem, dass Wolfsburg nicht mehr direkt absteigen kann. Die Niedersachsen müssten dann schlimmstenfalls in der Relegation antreten, was sich erst am letzten Spieltag entscheiden würde.

Zugleich hätten die Leipziger im Rennen um das internationale Geschäft einen weiteren Rückschlag erlitten. Nach zuletzt dürftigen Leistungen rutschte der Vizemeister des Vorjahres in der Liga auf den sechsten Platz ab, der gerade noch zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation berechtigt.

“Wir wissen auch, dass wir im Moment nicht bis zur letzten Rille mit Selbstvertrauen vollgestopft sind”, meinte Trainer Ralph Hasenhüttl. Der Steirer muss unter anderem auf seine gesperrten Leistungsträger Naby Keita, Willi Orban und Emil Forsberg verzichten. ÖFB-Teamstürmer Marcel Sabitzer fehlt weiterhin nach seiner Schulter-Operation.

Freiburg und Mainz können am Wochenende den Kopf aus der Schlinge ziehen. Die Freiburger brauchen dafür zumindest einen Punkt bei Borussia Mönchengladbach, wobei auch Hamburg, das drei der jüngsten vier Spiele gewann, und Wolfsburg mitspielen müssten. Bei Mainz sind die Voraussetzungen analog, nur dass die Pfälzer bei Borussia Dortmund gewinnen müssen.

In Dortmund will man davon allerdings nichts wissen, zumal der BVB mit einem Sieg gegen die Mainzer bereits den Einzug in die Champions League perfekt machen kann. Genau das war vor seinem Antritt als Cheftrainer der Auftrag an Peter Stöger. “Nach der turbulenten Saison wäre es eine nette Geschichte, wenn wir es zu Hause vor eigenem Publikum regeln könnten”, meinte der Wiener vor seinem vielleicht letzten Heimspiel in Dortmund. “Aber wir wissen, dass es schwerer wird, als es auf dem Papier steht”, ergänzte er.

Stögers Vertrag läuft Ende der Saison aus, seine Zukunft ist noch ungeklärt. Als wahrscheinlicher Nachfolger gilt weiterhin Lucien Favre, der noch beim französischen Club OGC Nizza unter Vertrag steht. Laut französischen Medienberichten hat die OGC-Vereinsführung mittlerweile grünes Licht für einen Wechsel des Schweizers gegeben. Stöger blendet die Spekulationen aus, dass es sich um seinen letzten offiziellen Auftritt im Signal Iduna Park handeln könnte: “Es gibt nur eine Aufgabe für mich. Dass wir uns für die Champions League qualifizieren. Das ist das einzige Thema, das mich interessiert.”

Frei von solchen Sorgen ist der FC Bayern, der bereits als Meister feststeht. Nach dem bitteren Champions-League-Aus gegen Real Madrid am Mittwoch (2:2 im Rückspiel) wird Trainer Jupp Heynckes beim Gastspiel in Köln voraussichtlich wieder einigen Profis eine Spielpause gönnen. Darunter vielleicht auch ÖFB-Star David Alaba. Noch zu früh kommt die Partie jedenfalls für Tormann Manuel Neuer, dessen Entwicklung im Kampf um das Comeback laut Heynckes “sehr positiv” ist.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Hamburger SV kann am Samstag erstmals absteigen"


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6079_Smith_W
6079_Smith_W
Superredner
16 Tage 22 h

Nur der HSV…

…rettet sich in die Relegation (hoffentlich)

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